Leopoldshöher Nachrichten

Aktualisiert: Helfen in Euskirchen



Der Rüstwagen der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe ist auf dem Weg zur Feuerwache Bad Salzuflen. Dort sammeln sich die Kräfte aus Lippe, die nach Euskirchen ausrücken, um dort gegen das hochwasser zu kämpfen. Foto: Leon Stock
Der Rüstwagen der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe ist auf dem Weg zur Feuerwache Bad Salzuflen. Dort sammeln sich die Kräfte aus Lippe, die nach Euskirchen ausrücken, um dort gegen das hochwasser zu kämpfen. Foto: Leon Stock

Lippische Feuerwehren in der Eifel im Einsatz

Kreis Lippe/Leopoldshöhe (ted). 90 Einsatzkräfte der lippischen Feuerwehren sind gestern Abend nach Euskirchen aufgebrochen. Sie sollen dort mit Schwerpunkt im Ortsteil Dom-Esch helfen, die Folgen des Unwetters im Rheinland zu bekämpfen. Mitgefahren sind auch vier Leopoldshöher Feuerwehrleute, drei im Rüstwagen und eine Einsatzkraft im Einsatzleitwagen Kreis Lippe.

Im Kreis Euskirchen hatte es in Folge des Unwetters 15 Tote gegeben, berichten verschiedene Medien übereinstimmend. Die Kommunikation sei weitgehend ausgefallen, berichtet der Kreis Euskirchen in seinem Facebook-Auftritt. In vielen Teilen des Kreises seien Internet und Telefonverbindungen eingeschränkt. Das betreffe auch die Kreisverwaltung. Auch die 112 sei nicht erreichbar. Die 110 funktioniert offenbar noch. Die Lage in Schleiden, Gmünd und Oberhausen sei sehr kritisch. „Es finden Menschenrettungen statt“, heißt es. Teilweise bestehe kein Zugang zu den gefährdeten Bereichen. Die Menschen würden Richtung Mechernich evakuiert. In Kommern und Satzvey sowie möglicherweise in anderen Gebieten sei die Trinkwasserversorgung unterbrochen. Der Ort Flamersheim wird evakuiert.

In Köln gab es zwei und in Rheinbach drei Tote, teilt die Polizei Köln am Donnerstagnachmittag mit.

Es werde Wasser aus der Steinbachtalsperre abgepumpt. Sie drohe unkontrolliert überzulaufen. Medien berichten von einem Riss im Damm. In Weilerswist sowie in weiten Teilen des Kreises bestehe Hochwassergefahr, berichtet die Kreisverwaltung Euskirchen.


Die lippischen Einsatzkräfte berichteten über die Sozialen Medien von überfluteten Autobahnen. Die A61, die in Nord-Süd-Richtung am Kreis Euskirchen vorbeiführt, ist seit Donnerstag zwischen Bliesheim und Meckenheim voll gesperrt, teilte die Polizei mit. Der Verkehr wird auf die A565 umgeleitet.

Im Euskirchener Nachbarkreis Rhein-Sieg-Kreis sind Ortslagen in Hückeswagen, Radevormwald, Solingen, Swisttal-Odendorf, Essig, Ludendorf und Miel geräumt worden. Der Einsatzort der lippischen Feuerwehren Dom-Esch grenzt unmittelbar an den Rhein-Sieg-Kreis.

Die Polizei Köln berichtet von insgesamt 20 Toten in der Region. Neben zwei in Köln gefundenen Toten seien bislang aus Euskirchen 15 und aus Rheinbach drei Tote gemeldet worden, teilt die Polizei am Donnerstagnachmittag mit.

Die Wassermassen in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Im Ort Schuld in der Eifel wurden in der Nacht zum Donnerstag vier Häuser komplett und zwei weitere zur Hälfte weggespült. 50 bis 70 Menschen werden nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums vermisst.

Mit den lippischen Feuerwehrleuten sind Einsatzkräfte aus dem Kreis Gütersloh im Kreis Euskirchen im Einsatz.

Weitere Helfer aus Ostwestfalen-Lippe

Die Bundeswehr-Pioniere aus Minden helfen mit schwerem Gerät in der Stadt Hagen. Dorthin sind auch Kräfte der Bielefelder Feuerwehren aufgebrochen und im Einsatz.

Feuerwehren aus den Kreisen Herford, Minden und Paderborn helfen in Altena im Märkischen Kreis. Dort war ein Feuerwehrmann bei einem Rettungseinsatz ertrunken und ein zweiter im Einsatz kollabiert und gestorben.

Sperrungen von Landes- und Bundesstraßen wegen des Hochwassers