65.000 Einsätze in 25 Jahren

Carsten Kroll, Stellvertretender Amtsleiter Feuerwehr Bielefeld, Dr. Carsten Obermann, Ärztliche Leitung Rettungsdienst Stadt Bielefeld, Dr. Stefan Krüger, Ärztliche Leitung Notarztstandort Gilead, Dr. Michael Korth, Ärztliche Leitung Notarztstandort Gilead, Heiner Hofmann, Geschäftsführer ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH, Jörn Bielinski, Abteilungsleiter Rettungsdienst Feuerwehr Bielefeld (von links nach rechts). Foto: Stadt Bielefeld
Carsten Kroll, Stellvertretender Amtsleiter Feuerwehr Bielefeld, Carsten Obermann, Ärztliche Leitung Rettungsdienst Stadt Bielefeld, Stefan Krüger, Ärztliche Leitung Notarztstandort Gilead, Michael Korth, Ärztliche Leitung Notarztstandort Gilead, Heiner Hofmann, Geschäftsführer ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH, Jörn Bielinski, Abteilungsleiter Rettungsdienst Feuerwehr Bielefeld (von links nach rechts). Foto: Stadt Bielefeld

Notarztstandort Gilead feiert Jubiläum

Bielefeld. Am 1. April 1999 erhielt die Stadt Bielefeld ein drittes Notarztsystem. Die Stadt als Trägerin des Rettungsdienstes beauftragte die damaligen Krankenanstalten Gilead (heute: Evangelisches Klinikum Bethel/EvKB) und die Arbeitsgemeinschaft ASB DRK JUH mit der gemeinsamen Gestellung eines Notarzteinsatzfahrzeuges – kurz NEF.

In diesem Jahr feiern die Feuerwehr Bielefeld, das Evangelische Klinikum Bethel als Teil des Universitätsklinikums OWL der Universität Bielefeld und die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH das 25-jährige Bestehen des NEF. In den 25 Jahren wurden insgesamt etwa 65.000 Einsätze im 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen die Woche absolviert und Bürgerinnen und Bürger Bielefelds oder Durchreisende versorgt, behandelt und vielfach auch gerettet, schreibt die Stadt Bielefeld in einer Mitteilung.

Seither hat sich vieles getan. Heutzutage werden die EKG-Daten in die Zentralen Notaufnahmen der Bielefelder Kliniken übertragen und die in Kürze ankommenden Patientinnen und Patienten auf einem „Arrival Board“ angezeigt. Vorher hat zum Beispiel das mobile Ultraschallgerät zur Diagnosestellung durch die Notärztin oder den Notarzt beigetragen.

Auch die Ausbildung hat sich verändert, so erwerben Notärztinnen und -ärzte heute die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. Und auch beim Rettungsfachpersonal ist mit dem dreijährigen Gesundheitsfachberuf Notfallsanitäterin und Notfallsanitäter eine weitere Professionalisierung eingetreten. So können gemäß standardisierter Vorgaben auch heilkundliche Maßnahmen wie zum Beispiel die Gabe von Medikamenten alleine durch die Notfallsanitäterin und den Notfallsanitäter auf dem Rettungswagen durchgeführt werden.

Der Feuerwehr Bielefeld stehen insgesamt fünf Notarztsysteme zur Verfügung, um „immer, zuverlässig, sicher“ die Bevölkerung versorgen zu können. Die Notärztinnen und Notärzte für den Notarztstandort Gilead werden durch das Evangelische Klinikum Bethel der Stadt Bielefeld als Trägerin des Rettungsdienstes für die Einsätze zur Verfügung gestellt.

Das Notarzteinsatzfahrzeug Gilead hat heute wie 1999 Vierradantrieb, ist ein Van und hat drei Sitzplätze, sodass auch Auszubildende zur Notärztin und zum Notarzt oder zur Notfallsanitäterin und Notfallsanitäter Platz finden. Das Einsatzkonzept wird immer noch rettungsdienstromantisch als „rendez-vous-System“ bezeichnet, wenn sich Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug an der Einsatzstelle treffen.

Der Vorteil der schnellen Verfügbarkeit der Notärztin und des Notarztes ergibt sich dann, wenn zu transportierende Patientinnen und Patienten nicht im Rettungswagen begleitet werden müssen, sondern die Notfallsanitäterin und der Notfallsanitäter diesen Job alleine durchführen können. Die Notärztin und der Notarzt ist frei und kann per GPS zum nächsten Einsatz durch die Leitstelle der Feuerwehr Bielefeld disponiert werden. Das „NEF Gilead“ ist auf dem Klinikgelände stationiert und rückt in das gesamte Stadtgebiet aus.

Im Rahmen der „25 Jahre NEF Gilead“-Jubiläumsfeier wurde jetzt die Ärztliche Standortleitung des NEF Gilead von Michael Korth an Stefan Krüger übergeben. Nach einem Vierteljahrhundert der engagierten Zuständigkeit geht Michael Korth im Sommer in den verdienten Ruhestand.

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