
An der Felix-Fechenbach-Straße
Leopoldshöhe (ted). Vor fast vier Jahren stellte die SPD-Fraktion einen Antrag. Die Bushaltestelle an der K 5, Felix-Fechenbach-Straße, in Höhe der Geschwister-Scholl-Straße sollte verlegt und verbessert werden. Jetzt stellte die Verwaltung eine ganz neue Lösung vor.
Der damalige Ausschuss für Straßen, Plätze und Verkehr stimmte dem Antrag unter dem Vorbehalt zu, dass es einen Zuschuss zu den Kosten gibt. Die Gemeinde stellte vor ziemlich genau drei Jahren einen Förderantrag beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Im August 2024 erhielt die Gemeinde Leopoldshöhe einen Zuwendungsbescheid über 42.200 Euro. Der NWL verlängerte die Frist zur Umsetzung der Pläne zwei Mal, jetzt bis zum 31. Dezember 2026.
Im April 2025 erörterten Vertreter des NWL und der Gemeinde die Situation rund um die Bushaltestelle. Unter anderem müssten die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Baugebietes Brunsheide die Felix-Fechenbach-Straße zwei Mal queren, um zur Haltestelle zu gelangen.
Verwaltung und NWL erarbeiteten eine neue Variante. Die Haltestelle soll nun an die Einmündung zum Wagentronsweg verlegt werden. Damit könnten die Menschen aus der Brunsheide über den Wagentronsweg zur Haltestelle gelangen. Befürchtungen des Eigentümers der landwirtschaftlichen Fläche entlang der Felix-Fechenbach-Straße, die Fahrgäste könnten einen Trampelpfad über die Fläche laufen, um schneller zur Haltestelle zu kommen, könnten so begegnet werden.
Der NWL habe angeregt, die Haltestellen für beide Fahrtrichtungen auf die Höhe des Wagentronsweges zu verlegen. Dort könne ein Knotenpunkt gebildet werden. In der zweiten Jahreshälfte 2025 sei eine neue Planungsvariante erarbeitet worden, teilte die Verwaltung mit.
Für diese neue Variante hat die Gemeinde beim NWL einen Zuschussantrag gestellt. Die neue Variante soll nun zwei neue Haltestellen mit Unterstand und Querungshilfe umfassen. Damit seien die Baukosten deutlich höher als bei der ersten Variante. Für den Bau muss der Wall der Felix-Fechenbach-Straße abgestützt werden.
Nach Angaben der Verwaltung soll die Anlage 428.300 Euro kosten. 90 Prozent der Kosten werden vom NWL gefördert, zehn Prozent muss die Gemeinde selbst tragen. Die Maßnahme soll zwischen März und Oktober 2027 umgesetzt werden, sollte der NWL dem Förderantrag zustimmen.
Die Fraktion der „Bürger für Leopoldshöhe“ lehnte im Ausschuss für Straßen, Verkehr und Umwelt die Umsetzung der Maßnahme ab und plädierte für die Beibehaltung der bisherigen Haltestellen. Die Fahrgäste aus der Siedlung müssten nach der Verlegung weiter laufen. Dirk Puchert-Blöbaum wies darauf hin, dass ohne die Umsetzung der Planung die Fahrgäste aus der Brunshheide weiter laufen und die Straße ohne Querungshilfe queren müssten.
Da es sich um eine Mitteilung der Verwaltung handelte, entschied der Ausschuss nichts. Erst wenn der Bescheid vorliege, müssten Beschlüsse gefasst werden, sagte Puchert-Blöbaum. Die Maßnahme soll allerdings schon in die Finanzplanung der nächsten Jahre aufgenommen werden.



