
Abwasserwerk arbeitet in der Wildtiersiedlung
Bechterdissen (ted). In der sogenannten Wildtiersiedlung und in angrenzenden Bereichen in Bechterdissen werden Kanäle saniert, teilt das Abwasserwerk mit. Die Arbeiten sollen im Frühjahr und Sommer dieses Jahres ausgeführt werden.
Die Gemeinde lässt die Kanäle in regelmäßigen Abständen inspizieren. Dabei werden Kameras durch die Röhren gefahren und so Schäden entdeckt. Während einer solchen Inspektion entdeckte das Abwasserwerk Schäden an den Kanälen in den Straßen Am Steinsiek, Heeperstraße (Teilbereich Kreuzung Steinsiek), im Marderweg, Rehweg, Hasenweg, Hirschweg, Auf dem Rott und Am Lehm.
Die meisten Schäden könnten repariert werden, ohne dass die Straße aufgebrochen werden muss, teilt das Abwasserwerk mit. Dabei werden sogenannten Inliner in den Kanal eingebracht. Das sind glasfaserverstärkte Kunststoffschläuche, die mit Hilfe heißen Wassers in den Kanal gedrückt werden und dort aushärten. Die Einmündungen anderer Kanäle und von Hausanschlüssen werden anschließend maschinell ausgeschnitten. Dabei kommt es zu Geruchsbelästigungen, bedingt durch den Aushärtungsprozess des Kunststoffs.
Ein Schaden muss in sogenannter offener Bauweise beseitigt werden: der in Höhe des Hauses Nummer 18 an der Straße Auf dem Rott. Bei beiden Arten der Sanierung komme es unvermeidlich zu Beeinträchtigungen wie Geräuschen, Verkehrsbehinderungen oder Aufstau im Abwassersystem. Das Abwasserwerk bemühe sich, die Beeinträchtigungen so klein und kurz wie irgend möglich zu halten, heißt es in der Mitteilung. Die Kosten der Sanierungsarbeiten werden vollständig durch das Abwasserwerk Leopoldshöhe getragen, für die Anlieger fallen keine Kosten an.
Die Sanierungsarbeiten beginnen nach einer Ausschreibung im Frühjahr oder Sommer 2026. Bei starken Niederschlägen könne sich das Wasser möglicherweise vorübergehend in den Schächten stauen, so dass es zu Wasserständen bis zur Straßenoberkante kommen könne. Dies könne und dürfe in der Kanalisation grundsätzlich jederzeit geschehen. Während der Ausführung der Sanierungsarbeiten sei die Wahrscheinlichkeit, dass das geschieht, erhöht.
Das Abwasserwerk empfiehlt dringend, die ordnungsgemäße Funktion der Rückstausicherungen und Pumpen für Schmutz- und Regenwasser zu prüfen oder prüfen zu lassen. Die sollen verhindern, dass Wasser aus dem Kanal in den Keller drückt und den überschwemmt. Rückstausicherungen sind in der Gemeinde Leopoldshöhe vorgeschrieben. In unzureichend geschützten Kellern sollten keine wasserempfindlichen oder wertvollen Gegenstände gelagert werden.
„Die vor dem Haus befindlichen Revisionsschächte auf den Privatgrundstücken müssen zugänglich und nicht überdeckt sein“, schreibt das Abwasserwerk.
Für Rückfragen steht Birgit Niekamp vom Abwasserwerk der Gemeinde Leopoldshöhe unter Tel. 05208/991267 zur Verfügung.



