Die Sache mit der Pressefreiheit

Vom Versuch, wirtschaftlichen Druck aufzubauen

Debattenbeiträge geben die Meinung des Autors wieder.

Von Thomas Dohna

„Journalismus ist etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Werbung.” Dieser Satz wird George Orwell zugeschrieben, ist aber viel älter. Er stammt in etlichen Variationen aus dem späten 19. Jahrhundert.

Seit es Zeitungen gibt, stehen Nachrichtenmedien unter Druck. Ausgebildete Journalisten wissen, dass ein Text, in dem jeder Satz eine Nachricht ist, mehr Wirkung entfaltet als ein noch so gut geschriebener Kommentar. Dabei haben Nachrichtentexte für Leser wie Autoren den Vorteil, dass sie gerichtsfest sein müssen. Falsche oder unzureichend belegbare Tatsachenbehauptungen dürfen nicht vorkommen.

Ist man Protagonist der „schlechten“ Nachricht, führt das oft zu Unmut gegenüber der Presse. Gelassene Geister suchen maximal das Gespräch mit der Presse. Andere versuchen Druck auszuüben. Nicht so gelassene Personen wenden sich gegen den Überbringer der Nachricht und den Kommentator, der sein vom Grundgesetz gesicherte …