Die fleißigsten Leader-Nutzer

Thorsten Dodt (links) und Simon Maksymowicz freuen sich über den neuen Spielplatz auf dem Gelände des TuS Bexterhagen. Foto: Thomas Dohna
Thorsten Dodt (links) und Simon Maksymowicz freuen sich über den neuen Spielplatz auf dem Gelände des TuS Bexterhagen. Foto: Thomas Dohna

TuS Bexterhagen hat drei Projekte finanzieren lassen

Bexterhagen (ted). Der TuS Bexterhagen ist rührig. Sein Verein habe mehr Mitglieder als im Dorf leben, sagt der Vorsitzende Thorsten Dodt. „Da muss man etwas tun“, meint er. Er hat getan: Drei Projekte auf dem Gelände des Sportvereins hat die europäische Union mitgefördert.

Leader heißt das EU-Programm. Seit 1991 werden daraus Aktivitäten im ländlichen Raum finanziert. Leader ist ein Akronym aus dem französischen Titel des Programms: „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“, den man mit „Verbindung zwischen Maßnahmen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ übersetzen kann. Mit dem Programm soll der ländliche Raum gestärkt werden, vor allem über die Förderung ehrenamtlichen Engagements.

Drei Projekte hat der TuS beantragt. Der Bau der Grillhütte, die Einrichtung eines kleinen Sportgeräteparks und zuletzt eines Spielplatzes. Alles drei sollen auch von der Bevölkerung genutzt werden können, immer dann, wenn auf dem Platz trainiert wird.

Die Grillhütte dient der Verpflegung bei Spielen und Festen des TuS Bexterhagen auf dem Platz. Die Sport- und Spielgeräte sollen von den Partnern und Partnerinnen sowie den Kinder der Sportlerinnen und Sportler währen deren Trainingszeiten genutzt werden können. „Wenn der Papa auf dem Platz trainiert, kann das Kind jetzt auf die Spielgeräte“, sagte Vorsitzender Dodt bei der Vorstellung des jüngsten Projektes während des gut besuchten Wintermarktes des Vereins.

Thorsten Dodt (links) spricht über die neuen Errungenschaften des TuS Bexterhagen. Der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes Andreas Brinkmann (dritter von links) Bürgermeister Martin Hoffmann und Leader-Regionalmanagerin Susanne Weißhaupt werden den Verein loben. Foto: Thomas Dohna
Thorsten Dodt (links) spricht über die neuen Errungenschaften des TuS Bexterhagen. Der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes Andreas Brinkmann (dritter von links) Bürgermeister Martin Hoffmann und Leader-Regionalmanagerin Susanne Weißhaupt werden den Verein loben. Foto: Thomas Dohna

Lange hat der Verein für ein neues Flutlicht gekämpft. Gab es zunächst die Hoffnung, dass die jahrzehntealten Masten weiter genutzt werden können, zerschlug sich das nach einer Untersuchung. Der Zahn der Zeit hatte in Form von Rost an ihnen zu deutlich genagt. Sie waren zum Teil nicht mehr standsicher. Die Gemeinde griff tiefer als geplant in die Kasse und stellte vier neue Masten mit LED-Strahlern auf. 120.000 Euro kostete das.

Für das neue Flutlicht mussten die alten Zuleitungen ersetzt werden. Dabei kam die Idee auf, dass der bei Regenwetter doch sehr matschige Weg entlang der Platzes hin zum neuen Spielplatz befestigt werden könne. Die Gemeinde hatte kein Geld, der Verein aber Manpower. Simon Maksymowicz, selbstständiger Stahlbetonbau- und Maurermeister, nahm sich der Sache an und bauten mit Helfern den Weg. Die Gemeinde zahlte das Material.

Die Sportgeräte sind ebenfalls aus Leader-Mitteln finanziert. Foto: Thomas Dohna
Die Sportgeräte sind ebenfalls aus Leader-Mitteln finanziert. Foto: Thomas Dohna

Bürgermeister Martin Hoffmann, der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes Andreas Brinkmann und die Regionalmanagerin der Leader-3L-Region Susanne Weißhaupt, lobten das Engagement des Vereins. Weißhaupt nannte ihn den fleißigsten Leader-Antragsteller. Mit 3L-Region sind die Kommunen Lage, Lemgo und Leopoldshöhe gemeint, die gemeinsam über Projekte in den Kommunen beraten und beschließen.

In Leopoldshöhe hat ein weitere Sportverein Mittel aus dem Leader-Budget beantragt. Der TuS Leopoldshöhe will im Schul- und Sportzentrum ein neues Sporthaus bauen. Thorsten Dodt vom TuS Bexterhagen deutete an, dass es bei drei Projekten nicht bleiben wird. „Wir machen weiter“, sagte er.