Die Finanzierung steht

Gerhard Schemmel (links, Bürgerstiftung), Sponsor Hans-Jürgen Laufer und Initiator Manfred Burkamp stehen an der Stelle, wo der historische Grenzstein seinen neuen Platz finden soll. Foto: Thomas Dohna
Gerhard Schemmel (links, Bürgerstiftung), Sponsor Hans-Jürgen Laufer und Initiator Manfred Burkamp stehen an der Stelle, wo der historische Grenzstein seinen neuen Platz finden soll. Foto: Thomas Dohna

Der historische Grenzstein kann versetzt werden

Asemissen (ted). Für Manfred Burkamp ging es schneller als gedacht. Er und Gerhard Schemmel von der Bürgerstiftung verkündeten gestern in einem Pressegespräch, dass die von der Gemeindeverwaltung für die Umsetzung des Grenzsteines veranschlagten rund 11.000 Euro zusammenkommen.

„Wir haben gestern die 10.000er Marke gerissen“, sagte Schemmel am möglichen Aufstellungsort für den Grenzstein. Nach dem Pressegespräch überbrachte er der Gemeindeverwaltung die Kostenübernahmeerklärung der Bürgerstiftung. Die hatte sich bereiterklärt, als Spendensammlerin für die Kosten einzutreten.

Als Hauptsponsor war Hans-Jürgen Laufer mit dabei. Der Ehrenpräsident der DSC Arminia Bielefeld und Asemisser hatte es als Ehrensache empfunden, einen Großteil der Kosten zu spenden. „Ich verstehe nicht, wie man so ein Kulturgut an den Rand drängen kann“, sagte Laufer. „Es ist ein Denkmal.“

Daneben leistete der Heimatverein Leopoldshöhe eine Spende von 2.000 Euro. Der hat die Idee, neben dem Grenzstein einen Ruhebank mit lippischen Sprüchen auf Platt aufzustellen. Die Kosten dafür will der Heimatverein übernehmen.

Auf dem Konto der Bürgerstiftung seien Beträge ab 20 Euro eingegangen, sagte Schemmel. Das zeige, dass die Leopoldshöher Bürger sich für die Umsetzung des Grenzsteines einsetzen, kommentierte Burkamp. Der hatte seit 2017 die Umsetzung des Steines betrieben.

Damals war der Stein von seinem Standort an der alten Trasse der B66 an den Wendehammer der Rollkrugsiedlung versetzt worden. Dort steht er jetzt eingezwängt zwischen einer Lärmschutzwand und einem Schutzzaun für einen Trinkwasserbrunnen.

Burkamp hatte sich an die Gemeindeverwaltung, den Kreis Lippe, die Bezirksregierung Detmold und schließlich an den Petitionsausschuss des Landtages gewandt. Der fand eine Lösung, in der sich die Bezirksregierung verpflichtete, der Umsetzung des Steines zuzustimmen, wenn die Gemeindeverwaltung das beantrage. Die Gemeinde sagte zu, den Antrag zu stellen und ein für Denkmäler zertifiziertes Steinmetzunternehmen zu beauftragen, wenn die Kosten von Dritten übernommen werden. Dafür setzte sie eine Deadline bis zum 31. Dezember 2026.

Schemmel zufolge könnte die Umsetzung des Steins noch vor den Sommerferien erfolgen. Dazu hatte er Rücksprache mit dem möglicherweise tätig werdenden Steinmetzunternehmen gehalten. Voraussetzung sei, dass die Verwaltung den Auftrag zeitnah vergebe. „Wir wollen den Stein stehen haben, bevor die ganze Baustelle fertig ist“, ergänzte Burkamp und wies auf die im Bau befindliche Brücke zwischen der Gewerbestraße und der Detmolder Straße.

Der Stein soll an dem neuen Geh/Radweg entlang der neuen Trasse derB66 aufgestellt werden, dort, wo die Grenze zwischen Lippe und Bielefeld verläuft, was der ehemaligen Grenze zwischen Preußen und dem Fürstentum und späteren Freistaat Lippe entspricht.

Die von Heimatverein vorgeschlagene Bank am Grenzstein halten Burkamp und Schemmel für eine sinnvolle Ergänzung.

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