
Sorge um die Sanierung des Lehrschwimmbeckens
Leopoldshöhe (ted). Der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes (GSV) Andreas Brinkmann hat einen offenen Brief an die Gemeindeverwaltung geschrieben. Darin mahnt er neben anderem die schnelle Fertigstellung des Lehrschwimmbeckens an der Grundschule Nord an.
Im März 2021 hatte ein Gutachter schwere Schäden am Becken des Schwimmbades festgestellt. Im 2022 legte die Gemeinde das Becken still. Ein Architekt schlug vor, statt des bisherigen Betonbeckens ein Edelstahl-Becken einzubauen. Dafür müsse die Fassade des Schwimmbades entfernt werden. Das ist geschehen. Das Gebäude ist entkernt. Seitdem ruhen die Arbeiten.
Brinkmann kritisiert die lange Dauer der Arbeiten. Inzwischen habe eine ganze Generation von Grundschulkindern keinen geregelten Schwimmunterricht in der Grundschule erhalten. Mögliche Ausweichmöglichkeiten in das Schwimmbecken der Grundschule Süd oder dem Hallenbad Helpup entzerre die Sachlage nicht wirklich, schreibt Brinkmann.
Er blickt auf bundesweite Entwicklungen. Immer weniger Kinder könnten beim Verlassen der Grundschule schwimmen. Zwar sei die Zahl der Badetoten in NRW von 57 im Jahr 2024 auf 48 Tote im Jahr 2025 zurückgegangen, jedoch sei die Zahl der Badetoten bei den unter 20-Jährigen im gleichen Jahr erheblich angestiegen.
Brinkmann fragt Bürgermeister Martin Hoffmann, ab wann das Lehrschwimmbecken wieder in den geregelten Schwimmbetrieb der Schule übergehen und ab wann der GSV wieder Schwimmangebote für Grundschulkinder anbieten oder Partner anbieten lassen könne.
Der Gemeindesportverband betrachte mit großer Sorge die mehr als angespannte Finanzlage der Gemeinde. Daher stelle sich für den GSV die generelle Frage nach einer auskömmlichen Finanzierung der Sanierung des Lehrschwimmbeckens. „Es wäre bedauerlich, wenn eine Unterdeckung des Vorhabens zu weiteren Verzögerungen führen würde“, stellt er fest. Er bittet den Bürgermeister um eine Stellungnahme zum Finanzierungsstand.
Brinkmann geht auf Ideen ein, Hallennutzungsgebühren für die „Leopoldshöher Sportfamilie“ einzuführen, die die Sportfamilie zustimmen würde. Außerdem berichtet er von dem Gerücht, es habe Gespräche der Verwaltung mit Vereinsvorständen gegeben. Er selbst habe die Vereinsvorstände angesprochen. Das habe ergeben, dass es weder Gespräche gegeben hat geschweige denn eine Zustimmung zu einer solchen Gebühr gebe.
Brinkmann schlägt vor, um zukünftig solche Missverständnisse zu vermeiden, den ausgelaufenen Pakt für den Sport wiederzubeleben. Die Vereine benötigten für ihre gesellschaftlichen und sozialen Arbeiten auch zukünftig Planungssicherheit. Wie auf Kreisebene solle eine Laufzeit bis zum Ende der Wahlperiode 2030 angestrebt werden. Ein entsprechender Entwurf eines Paktes für den Sport müsse im Fachausschuss und Rat beschlossen werden.
Der GSV sei bereit, einen entsprechenden Antrag zu stellen, sollte der aus Sicht der Verwaltung nötig sein.



