
Offene Kinder- und Jugendarbeit in Leopoldshöhe
Leopoldshöhe (ted). Im Sommer bei schönem Wetter ist auf dem Marktplatz etwas los. Nicht nur weil das Wasserspiel einlädt. Das Spielmobil des Leos macht dann regelmäßig Station. Das ist nur ein kleiner Teil, den die offenen Offene Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Leopoldshöhe leistet.
Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist für alle Kinder und Jugendlichen in Leopoldshöhe da. Sie wendet sich nicht an bestimmte Gruppen, sondern an alle, die kommen. Darüber berichteten Sandra Linnenbecker und Astrid Bodzio. Linnenbecker ist die Leiterin des Familienservicebüros, Bondzio ist die Hausleitung des Leos.
Drei Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter sind im Leos an der Schulstraße im Ortsteil Leopoldshöhe und im GreAse an der Grester Straße in Greste tätig. Sie öffnen die Jugendzentren für Gruppenangebote wie die Mädchenzeit, den Jungentreff, die Nähwerkstatt, den Familienfußball, die Kochkids oder Klettern.
Wichtig ist der Offene Bereich. Hier könne jeder ohne Anmeldung ins Leos kommen. Während der Öffnungszeiten kann Billard, Dart oder Tischkicker gespielt werden. Auch eine PlayStation 4 und 5 sowie Computer zum Recherchieren oder Spielen stehen zur Verfügung. Es gibt Gesellschaftsspiele und Kreativmaterialien. Sofas und Barhocker laden zum Chillen und Verweilen ein. Gegen einen kleinen Preis sind Getränke, Pizza und Süßigkeiten zu bekommen.
Alle Besucherinnen und Besucher entscheiden selbst, was sie in ihrer Zeit im Offenen Bereich tun möchten, ob sie allein sind oder sich mit Freundinnen und Freunden treffen möchten, sagten Linnenbecker und Bondzio. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten einen Rahmen für die selbstgestaltete Zeit, sind Ansprech- und Spielpartner, bieten Hilfestellungen bei Hausaufgaben und freuen sich auf Ideen der Kinder und Jugendlichen, die unterstützt oder gemeinsam umgesetzt werden.

Ausflüge, Ferienfreizeiten für Mädchen, Selbstbehauptungskurse oder MINT-Workshops, in denen es um Naturwissenschaften geht, bietet die Jugendarbeit an. Veranstaltungen im Rahmen des Kulturrucksacks, Familienausflüge, Pokèmon-Tausch-Börsen, Turniere, Kinderkino und -theater und Feste organisieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Spielmobil auf dem Marktplatz gehört auch dazu, wie auch das Indoor-Spielmobil und ein Flohmarkt. Im vergangen Jahr waren das 59 Angebote mit 2.529 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
In den Schulferien bietet das Leos Ausflüge, Kreativangebote, das Spielmobil, Workshops, Sportangebote, Ferienspiele, das GreAse-Camp und Sport an. in der Weihnachtszeit kommen Kekse backen und ein Filmnachmittag hinzu.
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit kooperiert mit der Schulsozialarbeit der Felix-Fechenbach-Gesamtschule. Die Schülerinnen und Schüler können in den Mittagspausen in die „Felix-Lounge“ oder die „Betreute Pause“ kommen. In der Gemeindebücherei wird die „Ruhige Pause“ angeboten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen beim Tag der Offenen Tür der FFG und beim deutsch-polnischen Schüleraustausch. Bei den Präventionsprojekten „Leben ohne Qualm“ und „Vandalismus“ gibt es ebenfalls eine Zusammenarbeit.

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist bei Veranstaltungen des Heimatvereins auf dem Heimathof dabei, wie auch bei denen der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe. Sie kooperiert mit den Offenen Ganztagsgruppen der Grundschulen Nord und Asemissen. Sie arbeitet mit Annalena Bargfrede vom Begegnungszentrum B-vier zusammen. Es besteht Zusammenarbeit mit der Offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Oerlinghausen, dem MAiL-Arbeitskreis und dem Jungen-Arbeitskreis Lippe.
Aus dem Regionalbudget der Leader-Region „3L in Lippe“ hat das Leos das GreAse neu ausstatten können, Fahrzeuge für das Spielmobil und Materialien zum Bauen und Konstruieren für den Spielmobileinsatz beschaffen können. Leader hat auch die beiden Graffiti-Projekt an der Dreifachsporthalle (2025) und an der Grundschule Nord (2026) finanziert, wie auch 2025 die Studie zum Thema „Junge Kultur“ in Kooperation mit den Städten Lage und Lemgo.
Das Familienservicebüro hat die Zertifizierung der Leopoldshöher Kindertagesstätten zu Familienzentren organisiert. Seit 2009 sind die Kindertagestätten in zwei Familienzentrumsverbünden zusammengefasst. Damit habe es Zuschüsse allein in diesem Jahr von knapp 76.000 Euro gegeben, aus denen Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien, Bürgerinnen und Bürger in Leopoldshöhe finanziert werden konnten.
Linnenbecker betont, dass das Leos mehr als den Standard biete: „Wenn wir nur den Standard leisten würden, wäre unser Job langweilig.“ Es sei schwieriger geworden, an die Jugendlichen heranzukommen. Früher hätten sie einen Raum gebraucht, um sich zu treffen. Heute hätten sie ihren Freundeskreis auf dem Smartphone in der Hosentasche.
Die Personalkosten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Leopoldshöhe werden zu 90 Prozent vom Kreis Lippe gefördert. Dazu gibt es 18.960,00 Euro als pädagogischen Etat und 3.000 Euro für die Betriebskosten, „was natürlich nicht ausreicht“, wie Linnenbecker sagt.




