
FFG beschäftigt sich mit Keith Haring
Leopoldshöhe (ted). Ein Umriss, weich und geschwungen, eine menschliche Silhouette darstellend: Das sind die weltweit bekannten Figuren des US-amerikanischen Künstlers Keith Haring. Mit ihnen haben sich in den vergangenen Monaten Schülerinnen und Schüler der Felix-Fechenbach-Gesamtschule (FFG) beschäftigt. Die Arbeiten sind auf der Kunstebene des Schule zu sehen.
Haring (1958 bis 1990) war ein Streetart-Künstler, dessen Werke im öffentlichen Raum vor allem in den USA bekannt sind. So hieß dann auch der Projektkurs der FFG: „Kunst im öffentlichen Raum“. Dabei hätten sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit den Arbeiten Harings an sich beschäftigt, sondern als Teil der Öffentlichkeit, als Medium, mit dem Menschen erreicht und zum Nachdenken angeregt werden sollten, wie Lehrer Christoph Greune sagte.
Ausgehend von diesen Ideen hätten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage auseinandergesetzt, welche Bedeutung Kunst im öffentlichen Raum heute hat. Sie hätten eigene gestalterische Antworten entwickelt. Sie schufen plastische, grafische und malerische Arbeiten, die Harings Formensprache aufgreifen und zugleich eigene Botschaften transportieren. Ziel des Projektkurses sei gewesen, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern sie als Mittel der Kommunikation, der Teilhabe und des gesellschaftlichen Austauschs zu erleben, sagte Greune.

Während Haring vor allem zeichnerisch tätig war, gestalteten die Schüler und Schülerinnen Plastiken und Skulpturen. Sie hätten sich die Werke Harings angeschaut und daraus eigene Ideen entwickelt, berichtete eine Gruppe Schüler. In dem Kurs gab es auffällig viele junge Männer, die sich hier zum ersten Mal mit Ton beschäftigten, wie sie sagen. Das Gefühl, aus dem Material „wie Knetmasse“ eigene Werke geschaffen zu haben, wirkt bei ihnen offenbar nachhaltig. Sie hätten den Kurs gewählt, weil ein anderer für sie nicht so interessant gewesen sei, sagten die Schüler.

Der ganze Raum der Kunstebene ist nach Motiven Harings gestaltet. Auf Säulen aufgestellte Skulpturen und an Stelen angehängte flächige Plastiken zeigen die sorgfältig gestalteten und im Raum verteilten Arbeiten, die die typische Lebhaftigkeit und Farbigkeit der Haringschen Skizzen in drei Dimensionen übersetzen. Einige Arbeiten sind flächig auf Kacheln aufgetragen und gebrannt. „Man musste schnell arbeiten, weil die Farbe schnell trocknete“, sagt Civan.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Schule auf Ebene 2.1 sowie auf der Kunstebene 2.3 und in den Foyers der Schule zu sehen.




