
Schutzplanken werden aufgestellt
Leopoldshöhe (ted). Der Landesbetrieb Straßen.NRW lässt an der B66 Leitplanken aufstellen. Dafür wird die Bundesstraße zwischen der Bahnhofstraße in Helpup und der Hauptstraße in Leopoldshöhe am Dienstag, 18. August 2026 einseitig gesperrt.
Der Verkehr aus Lage in Richtung Bielefeld wird über die Bahnhofstraße/Helpuper Straße, die Hövenstraße und die Hauptstraße in Leopoldshöhe wieder zurück auf die B66 geführt. Dafür werden ab heute, Donnerstag, 13. August 2026, Umleitungsschilder aufgestellt. Autofahrer, die in Richtung Lage fahren, sind von der Sperrung nicht betroffen.
Seit 2017 wird an dem Neubau der neuen Trasse der B66 gearbeitet. Grundlage ist ein 2015 erlassener Planfeststellungsbeschluss, der auf einer mehrjährigen Planung der neuen Trasse beruht. Ziel war es, die damalige Scherenkrugkreuzung durch Brücken zu ersetzen, um die zu bestimmten Tageszeiten langen Staus aufzulösen. Zunächst hatte das Land vorgeschlagen Brückenhochbauten aufzustellen. Dagegen wehrte sich die Gemeinde Leopoldshöhe erfolgreich.
Im Planfeststellungsbeschluss ist einen Troglösung festgehalten. Mit dieser Lösung war die Gemeinde gezwungen, ihre Trinkwasserversorgung sieben Meter unter das damalige Niveau zu legen. Um die Wasserversorgung während der Bauzeit aufrecht zu erhalten, ließ die Gemeinde in den Damm der neu zu bauenden Alleestraße eine Rohrverbindung zum Trinkwassernetz der Stadt Bielefeld bauen. 2020 begannen die eigentlichen Straßenbauarbeiten.
Die Alleestraße sollte ursprünglich nur den Busverkehr in das Industriegebiet Asemissen aufnehmen. Inzwischen ist die Straße eine wichtige Zufahrt in das Industriegebiet geworden.
Der Bau der Trasse hatte ursprünglich 2023 fertig sein sollen, einschließlich des Baus der Brücke an der Gewerbestraße, der zurzeit läuft. Immer wieder hatte es Verzögerungen gegeben. Ein Jahr hatte ein Rechtsstreit zwischen der Baufirma und dem Landesbetrieb gekostet. Dabei ging es um die Qualität des aus dem Trog abgebaggerten Bodens. Eine weitere Verzögerung gab es durch unerwartete Hindernisse im Boden sowie durch die Insolvenz des Unternehmens, das die Brücke zwischen der Gewerbestraße und der Detmolder Straße auf Bielefelder Gebiet bauen sollte.
Im Sommer des vergangenen Jahres ist die Betonschutzwand im Mittelstreifen einschließlich der Hinterfüllung und der Bepflanzung fertig geworden. Seit dem Herbst 2026 wird an der Brücke Gewerbestraße gearbeitet, die Ende dieses Jahres, spätestens im Frühjahr 2027 in Betrieb gehen soll.
Die neue Trasse ist 2,1 Kilometer lang. 3,9 Kilometer Nebenstrecken sind gebaut worden, 1.300 Quadratmeter Radwegefläche, 155 Meter Lärmschutzwände und 440 Meter Lärmschutzwälle. Rund 300.000 Kubikmeter Boden sind bewegt und 3.600 Lkw-Ladungen Schotter (56.000 Kubikmeter) unter der Fahrbahn eingebaut worden.
Drei Brücken hat Straßen.NRW bisher gebaut oder erneuert: die Fuß- und Radwegebrücke „Am Bollholz“, die Brücke Wirtschaftsweg „Freesenberg“ und die Brücke Hauptstraße/Tunnelstraße. Außerdem sind zwei Kreisverkehre an Haupt- und Tunnelstraße entstanden. Der Bau kostet nach Angaben von Straßen.NRW knapp 50 Millionen Euro.




