SPDler wollen Greste erneuern

Kita Greste. Archivfoto: Thomas Dohna
Kita Greste. Archivfoto: Thomas Dohna

Vorschlag für einen Kita-Neubau

Greste (ted). In der Leopoldshöher SPD kursiert ein Vorschlag von Sozialdemokraten, die Kindertagesstätte Greste nach einer Übergangszeit in einem Neubau wieder zu eröffnen.

In dem Papier stellen die SPDler fest, dass die Gemeinde mit den kommunalen Kindertagesstätten an Grenzen gestoßen ist. Sie befürchten, dass der hohe Standard nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Sie verweisen auf den durch einen Gutachter festgestellten Sanierungsaufwand, den die Gebäude nach und nach in den nächsten Jahren beanspruchen würden.

Gleichzeitig habe die Gemeinde mit sinkenden Anmeldezahlen und einem deutlich kleineren Bedarf an Kita-Plätzen zu kämpfen. Die Gemeinde sei ein kleiner Träger, der mit hohem Aufwand an vier Standorten Einrichtungen mit je drei Gruppen betreibe. Diesen Aufwand könne sich die Gemeinde nicht mehr lange leisten.

Die Sozialdemokraten schlagen vor, die Kita Greste wie beschlossen zum Beginn des Kindergartenjahrs 2026/2027 zu schließen und die Kinder auf die drei verbleibenden Standorte zu verteilen.

Da die Kita Greste beliebt und preisgekrönt sei, solle an der Stelle des aus Sicht der Gemeindeverwaltung abgängigen Altbaus ein Neubau entstehen, in dem bis zu fünf Gruppen untergebracht werden können.   

Nach dessen Fertigstellung und Inbetriebnahme könnten die Gruppen aus zwei anderen kommunalen Kindertagesstätten in die neue und die verbleibende Kita verteilt werden. Die dann leerstehenden alten Gebäude könnten außer Betrieb genommen werden.

Im weiteren Verlauf und im Zuge der Entstehung des neuen Wohngebietes „Brunsheide“ könne im Bereich zwischen der jetzigen Kita Schuckenbaum Regenbogenkinderland und der Brunsheide ebenfalls ein Neubau entstehen, der wie die dann neue Kita Greste mit vier Gruppen betrieben wird, bei Bedarf aber auch fünf Gruppen aufnehmen kann. An dieser Stelle ist in den ursprünglichen Planungen für das Wohngebiet ohnehin eine Fläche für eine Kindertagesstätte vorgesehen gewesen. Nach der Fertigstellung des Brunsheide-Neubaus solle auch der letzte Kita-Altbau aufgegeben werden.

Damit würde es zukünftig nur noch zwei gemeindeeigene Standorte geben. Die Neubauten würden für die nächsten Jahrzehnte den Ansprüchen an eine moderne Kita gerecht werden. Diese Tagesstätten könnten mit der vorgeschlagenen Gruppenzahl organisatorisch und wirtschaftlich in hoher Qualität geführt werden, heißt es in dem Papier.

Mit der so gefundenen Struktur könne dem zurzeit sinkenden Bedarf an Kita-Plätzen begegnet werden, in dem die Gruppen in den kommunalen Kitas von jetzt zwölf auf dann acht reduziert würden. Eine Erweiterung um bis zu zwei Gruppen sei bei steigendem Bedarf möglich.

Die Initiatoren des Papiers sehen damit die Standorte der Leopoldshöher Kita angemessen über die Fläche verteilt. Die freigewordenen Altgebäude und deren Grundstücke könnten veräußert und so ein Teil der Investitionskosten refinanziert werden. Sie sehen damit eine qualitativ hochwertige Kita-Arbeit für die nächsten Jahrzehnte als gesichert an.

Die Sozialdemokraten haben sich auch Gedanken zur Finanzierung der Neubauten gemacht, denn die Gemeinde steht vor der Haushaltssicherung. Für sie wäre es denkbar, für die Neubauten mit einem Investor oder für die Kita-Arbeit mit einem freien Träger zu kooperieren. Ein ähnliches Modell gibt es für die Kita der Arbeiterwohlfahrt Am Eselsbach in Asemissen. Dort hat ein Investor das Gebäude gebaut. Der lippische Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes betreibt seine Kitas zum Teil über dieses Modell.

In dem Papier bedauern die Initiatoren die zeitweise Aufgabe des Standortes Greste, wollen die aber Gelegenheit nutzen, die Kita-Landschaft in Leopoldshöhe zu modernisieren. Lage und Außengelände hätten den Standort besonders beliebt gemacht.

Die Sozialdemokraten vermuten für den Standort in den nächsten Jahren einen steigenden Bedarf. Die Altersstruktur in den benachbarten Siedlungen Grabbestraße und Goethestraße werde sicherlich dazu führen, dass dort mittelfristig Hauseigentum an jüngere Familien mit Kindern übergehen werde. Diese Annahme solle durch eine Standortanalyse endgültig belegt werden. In dem Fall wäre es aus Sicht der Initiatoren ideal, auf dem Standort der Kita Greste den ersten Neubau zu planen.

Mit Entstehung des neuen Wohngebietes „Brunsheide“ und dem dicht bewohnten Umfeld in Schuckenbaum und dem Ortsteil Leopoldshöhe sehen die Sozialdemokraten in diesem Gebiet ebenfalls Bedarf. So könne für viele Kinder ein neuer Standort der kurzen Wege geschaffen werden.

Die Maßnahme werde sich über einige Jahre erstrecken, so das auch personell weit vorausgeplant werden könne, heißt es in dem Vorschlag. Damit sollen personelle Konsequenzen so gering wie möglich gehalten werden. Für die Sozialdemokraten ist es ist wichtig, dass die Gemeinde Leopoldshöhe ein zuverlässiger Arbeitgeber bleibt. Auch bei einer eventuellen Kooperation mit einem freien Träger seien die bestehenden arbeitsvertraglichen Inhalte beizubehalten, fordern die Initiatoren.

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