
Arbeiten in Bechterdissen
Bechterdissen (ted). Die Kanalsanierung in der sogenannten Wildtiersiedlung in Bechterdissen geht in die Schlusskurve. Ab Montag, 14. September 2026, werden in den Kanälen in den Straßen Am Steinsiek, der Heeper Straße, im Rehweg und im Hasenweg sogenannte Inliner eingezogen, teilt das Abwasserwerk mit.
Dabei könne es zu Geruchsbelästigungen kommen. Die Inliner sind in Epoxydharzen getränkte Glasfaserschläuche. Die werden per Wasserdruck in die defekten Kanäle hineingedrückt. Das warme Wasser sorgt dafür, dass die Harze beginnen zu reagieren und fest werden. Die Einmündungen anderer Kanäle und von Hausanschlüssen werden anschließend maschinell ausgeschnitten. Das heiße Wasser sorgt aber auch dafür, dass durch die Aushärtung des Harzes Gerüche entstehen. Die sind in der Vergangenheit schon als Gasgeruch missgerochen worden und haben zu Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe geführt.
Im vergangenen Jahr hatte das Abwasserwerk bei routinemäßigen Überprüfungen eine Menge defekter Kanäle in der Wildtiersiedlung gefunden. Dabei werden Kameras durch die Röhren gefahren und so Schäden entdeckt. Während einer solchen Inspektion entdeckte das Abwasserwerk Schäden an den Kanälen in den Straßen Am Steinsiek, Heeperstraße (Teilbereich Kreuzung Steinsiek), im Marderweg, Rehweg, Hasenweg, Hirschweg, Auf dem Rott und Am Lehm.
Ein Schaden musste in sogenannter offener Bauweise beseitigt werden: der in Höhe des Hauses Nummer 18 an der Straße Auf dem Rott. Die Kosten der Sanierungsarbeiten werden vollständig durch das Abwasserwerk Leopoldshöhe getragen, für die Anlieger fallen keine Kosten an.
Während der Arbeiten könne sich bei starken Niederschlägen das Wasser möglicherweise vorübergehend in den Schächten stauen, so dass es zu Wasserständen bis zur Straßenoberkante kommen könne, warnt das Abwasserwerk. Dies könne und dürfe in der Kanalisation grundsätzlich jederzeit geschehen. Während der Ausführung der Sanierungsarbeiten sei die Wahrscheinlichkeit, dass das geschieht, erhöht.
Das Abwasserwerk empfiehlt dringend, die ordnungsgemäße Funktion der Rückstausicherungen und Pumpen für Schmutz- und Regenwasser zu prüfen oder prüfen zu lassen. Die sollen verhindern, dass Wasser aus dem Kanal in den Keller drückt und den überschwemmt. Rückstausicherungen sind in der Gemeinde Leopoldshöhe vorgeschrieben. In unzureichend geschützten Kellern sollten keine wasserempfindlichen oder wertvollen Gegenstände gelagert werden.
„Die vor dem Haus befindlichen Revisionsschächte auf den Privatgrundstücken müssen zugänglich und nicht überdeckt sein“, schreibt das Abwasserwerk.
Für Rückfragen steht Birgit Niekamp vom Abwasserwerk der Gemeinde Leopoldshöhe unter Tel. 05208/991267 zur Verfügung.





