Bürgermeister ist Martin Hoffmann (SPD)

SPD-Kommunalwahl-2020

Christian Kühnel, Ralf Grünert, Thomas Jahn, der neue Leopoldshöher Bürgermeister Martin Hoffmann, Andreas Brinkmann und Nils Goedeke (von links) freuen sich über den Gewinn des Bürgermeisteramtes für die SPD – und die vergleichsweise geringen Verluste für die Partei. Foto: Thomas Dohna

FDP und Grüne gewinnen, SPD und CDU verlieren bei der Gemeinderatswahl

Leopoldshöhe (ted/ED). 50,3 Prozent der Wählerstimmen reichten Martin Hoffmann (SPD) zum Sieg bei der Bürgermeisterwahl. Enttäuscht zeigte sich sein Mitbewerber Axel Meckelmann (CDU). Die Grünen hätten trotz zweier dazugewonnener Sitze im Gemeinderat gern mehr auf der Sympathiewelle der Bundespartei mitgesurft. Als Sieger der Gemeideratswahl fühlen sich die Liberalen. Sie besetzen im nächsten Gemeinderat vier Plätze. Bisher stellen sie einen Vertreter. Landrat Axel Lehmann (SPD) und sein Konkurrent Jens Gnisa (CDU) müssen in die Stichwahl am 27. September 2020. Abgeschlagen sind Robin Wagener (Grüne), Carsten Möller (FDP) und Ursula Jacob-Reisinger (Linke).

Liberale stolz auf die Ergebnisse

“Der wird sich ärgern”, sagt Hermann Graf von der Schulenburg (FDP) und deutet gegen 20 Uhr auf das Zwischenergebnis des Bürgermeisterkandidaten Axel Meckelmann (CDU)

Ein Kommentar

  • Peter Ueding

    Konkurrenz belebt das Geschäft! Unter diesem Gesichtspunkt war die Kandidatur von Ulrich Meier zu Evenhausen zu begrüßen. Auch sein Wunsch, „als erster FDP-Bürgermeisterkandidat in der Geschichte der Leopoldshöher Liberalen ein Zeichen“ zu setzen, ist nachvollziehbar – wenn auch eher persönlicher Natur.
    Abgesehen von den vielen interessanten Fragen, die er stellt, macht seine zentrale Aussage hellhörig: „Liebe Bürgerinnen und Bürger, alle Ihre und auch meine Fragen haben damit zu tun, das 50 Jahre in Leopoldshöhe nur 2 Parteien das Sagen hatten!“ Wird hier Machtmissbrauch und Vetternwirtschaft unterstellt oder wie ist der Satz zu interpretieren?

    Im Artikel wird schon gezeigt, dass die Aussage selbst inhaltlich nicht zutrifft: Zwar hat die FDP seit den 90ern keine nennenswerte Rolle in Leopoldshöhe gespielt, aber die Reduzierung auf die zwei großen Parteien würde den wesentlichen Einfluss der Grünen ungerechtfertigt unter den Tisch kehren.

    Mir geht es um das Demokratieverständnis, das hinter der Aussage des Bürgermeisterkandidaten steht. Die FDP vertritt die Interessen eines kleineren Teils der Wählerinnen und Wähler. Das ist kein Naturgesetz, aber Realität. Genauso ist es Realität, dass die zwei von Meier „beschuldigten“ Parteien von mindestens zwei Dritteln der Wählerinnen und Wähler gewählt wurden. Aktuell sind es 72,27%. Kann man dieses Wahlergebnis anders als große Zustimmung für die beiden Parteien interpretieren?

    Eine Passage im Artikel lässt mich völlig ratlos zurück: „Es muss sich doch einmal etwas ändern“, „Die Dominanz der beiden Parteien müsse aufhören, sagt Meier. So ähnlich sah es sein Vater Theo einst. Er kandidierte vor vielen Jahren für die CDU für das Amt des Bürgermeisters.“: War die CDU vor vielen Jahren nicht Teil der beiden beschuldigten Parteien?
    Abgesehen davon hat sich auch aus FDP-Sicht schon viel geändert, es gibt viele neue Abgeordnete, die FDP hat 11% und Leopoldshöhe einen neuen Bürgermeister.

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