Leopoldshöher Nachrichten


Millionen für die Schulen

In die Felix-Fechenbach-Gesamtschule sollen in diesem Jahr mehr als fünf Millionen Euro fließen. Foto: Thomas Dohna

Gemeinde investiert in einen neuen Gesamtschul-Anbau

Leopoldshöhe (ted). Die Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe haben es in sich. Allein im sogenannten Kommunalen Gebäudemanagement sind knapp zehn Millionen Euro an Investitionen enthalten. Das meiste Geld fließt in einen neuen Anbau für die Felix-Fechenbach-Gesamtschule (FFG), die zweithöchste Summe in eine der Grundschulen. Die Pläne werden heute, Dienstag, 16. Februar 2021, in der Sitzung des Betriebsausschusses verhandelt. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 18 Uhr. Sie findet in der Pausenhalle der FFG statt.

An der FFG soll ein multifunktionaler Anbau entstehen. Die Räume darin sollen multifunktional nutzbare Fach- und Klassenräume werden. Außerdem soll dort die Leopoldshöher Filiale der Gemeindebücherei unterkommen. Die Volkshochschule soll die Räume ebenfalls nutzen können. Der Bau soll insgesamt rund 8,6 Millionen Euro kosten. Fünf Millionen Euro sind für das laufende Jahr eingeplant. Wegen der multifunktionalen Nutzung des Gebäudes erwartet die Verwaltung Mittel aus der Städtebauförderung. Rund 60 Prozent der Gesamtkosten sollen so beglichen werden. Die Maßnahme habe mit den ersten Planungskosten bereits 2019 begonnen, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage. 2020 seien weitere Planungskosten angefallen. Die Bauarbeiten seien für 2021 bis 2023 vorgesehen. Das Gebäude soll 2022 und 2023 bezogen werden können. Daneben wird die Lernlandschaft der Ebene 2.3 umgestaltet. Die Dunkelkammer wird abgerissen, die Toilettenanlage entfernt, Brandschutzdecken eingezogen sowie Bodenbeläge und die EDV-Verkabelung der Fachräume erneuert.

Schwimmbad wird saniert

An der Grundschule Nord soll das Lehrschwimmbecken saniert werden. Ohne Sanierung würde das Bad stillgelegt, schreibt die Verwaltung. Für die Arbeiten sind in diesem Jahr 2,4 Millionen Euro vorgesehen. Das Land fördert die Kosten zu 60 Prozent. Außerdem soll die energetische Sanierung fortgesetzt werden. Das Flachdach des Hauptgebäudes einschließlich der Fensterfassade und des Sonnenschutzes dort sowie die Eingangstüren sollen erneuert werden. Diese Arbeiten sollten nach Angaben der Verwaltung schon in den Vorjahren ablaufen, sind aber verschoben worden. 500.000 Euro sind dafür veranschlagt. Außerdem sollen drei Klassentrakte saniert werden, Kosten: 120.000 Euro.

In die Sanierung der Grundschule Nord fließen rund drei Millionen Euro. Foto: Thomas Dohna

Am Schulzentrum soll die Holzhalle komplett saniert werden. Die Verwaltung hofft auf eine Förderung des Landes. Bis zu 90 Prozent der Baukosten von 883.000 Euro sollen von dort fließen, wenigstens aber 60 Prozent.

Arbeiten könnten verschoben werden

An der Grundschule Asemissen soll die energetische Sanierung von Verwaltung und Anbau fortgesetzt werden. Die Außenwände werden gedämmt und Fenster ausgetauscht. Die Arbeiten sind schon im vergangenen Jahr begonnen worden. In diesem und im kommenden Jahr sollen beim Klassentrakt die Außenwände gedämmt und die Fenster ausgetauscht werden. Die Verwaltung deutet an, dass diese Arbeiten gegebenenfalls nach hinten verschoben werden könnten. Das gilt auch für die Sanierung des Forums, des Schwimmbades und des OGS-Traktes, die für 2022 und 2023 geplant sind. In diesem Jahr sollen dafür 545.000 Euro ausgegeben werden, in den kommenden Jahren zusammen 950.000 Euro. Für den Einbau einer Videoüberwachungsanlage an der Grundschule Asemissen sind 25.000 Euro geplant. Das war schon für das vergangene Jahr vorgesehen. Außerdem sollen eine Wasserenthärtungsanlage für 6.500 Euro eingebaut und ein Zaunm für 20.000 Euro aufgebaut werden.

An der Grundschule Asemissen werden die Fassaden saniert. Foto: Thomas Dohna

In den Heimathof soll auch Geld fließen. Eine Toilettenanlage und eine Küche sollen gebaut werden. Genaue Kosten sollen noch ermittelt werden, dennoch hat die Verwaltung 230.000 Euro angesetzt. Der Betrag richte sich an der höchstmöglichen Förderung aus dem LEADER-Programm der Europäischen Union aus. Die Gemeinde könnte mehr investieren, mehr als 35 Prozent der Summe von 230.000 Euro werden nicht gefördert. Der Bau soll in diesem Jahr beginnen, sofern die LEADER-Maßnahme bewilligt wird.

Heimathof April 2020
Der Heimathof, hier im April 2020, bekommt eine neue Küche und eine neue Toilettenanlage. Foto: Thomas Dohna