
Antrag der Grünen abgelehnt
Greste (ted). Die Fettpottstraße wird weder geschlossen noch zur Einbahnstraße gemacht. Ein Antrag von Anliegern im Dorf Greste war schon gescheitert. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates unterlagen die Grünen mit ihrem Antrag.
Die Hövenstraße sollte die Lösung für das Dorf Greste sein. Als es sie noch nicht gab, drängte sich der Verkehr durch von Helpup aus durch das historische Dorf. Mit dem Bau der Hövenstraße sollte das vorbei sein. Lkw und der Berufsverkehr sollten von Evenhausen über die Hövenstraße und die Helpuper Straße ins Gewerbegebiet Greste fahren.
Damals starteten Anwohner der Fettpottstraße und des Dorfes Greste einen ersten Versuch, um die Fettpottstraße für den Kraftverkehr sperren zu lassen. Der scheiterte.
2022 reichten rund 100 Bürger aus dem Dorf Greste einen weiteren Antrag auf Schließung der Fettpottstraße ein. Die Gemeinde ließ die Menge und die Art des Verkehrs messen. Die Hauptbelastung liegt demnach am Wochenende und bei Lkw, die verbotenerweise über die Dorf- und die Fettpottstraße ins Gewerbegebiet Greste fahren. Wöchentlich sind es rund 1.200 Lkw. Die Verwaltung hatte auch festgestellt, dass die meisten Autofahrer auf der Fettpottstraße mehr als 50 Kilometer in der Stunde fahren. 30 Kilometer in der Stunde sind dort erlaubt. Am schnellsten und am häufigsten fuhren die Autofahrer an den Wochenenden, dann, wenn die Arbeit im Industriegebiet weitgehend ruht.
Ein Gutachter sah die Voraussetzungen für eine Schließung der Fettpottstraße gegeben. Sie sei zu schmal für die Art und Menge des durchgehenden Verkehrs. Ein zweiter Gutachter lotete die Verkehrswege aus und riet ebenfalls zur Schließung der Fettpottstraße. Die Verwaltung führte an, dass die Unterhaltung der ständig ausgefahrenen Bankette an der Fettpottstraße jährlich eine fünfstellige Summe kosten würde.
Die CDU im Gemeinderat hatte Bedenken. Sie sah die Gefahr, dass der Verkehr über die Dorfstraße auf die Helpuper Straße ausweichen würde. Auch die FDP und Teile der SPD wandten sich gegen eine Schließung. Der Antrag scheiterte.
Kurz darauf traten die Grünen mit einem Antrag auf den Plan. Sie wollten die Fettpottstraße zu einer Einbahnstraße machen. Die Dorfstraße sollte ebenfalls Einbahnstraße werden, um beide Straßen zu entschärfen. Außerdem sollten Fahrradstreifen angelegt werden.
Auch dieser Antrag scheiterte. Auf Antrag der PUB stimmten die Ratsmitglieder zunächst über die Fettpottstraße als Einbahnstraße ab. Grüne und PUB stimmten dafür, alle anderen dagegen. Für die Einrichtung der Dorfstraße als Einbahnstraße stimmten nur die Grünen. Damit fand der Antrag der Grünen keine Mehrheit. Die Fettpottstraße bleibt offen.