„Fehler in der Bauverwaltung“

Andreas Brinkmann
Andreas Brinkmann ist Vorsitzender des Gemeindesportverbandes der Gemeinde Leopoldshöhe.

Sportverbandsvorsitzender kritistiert Verhalten

Leopoldshöhe (ted). Die Gemeindeverwaltung hat die Zuständigkeiten für den Vereinssport geändert. Anlass sind die Vorgänge um den Kraftraum im Schul- und Sportzentrum. Der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes Andreas Brinkmann sieht den Fehler vor allem in der Bauverwaltung der Gemeinde.

Er habe erst durch die Berichterstattung in den Leopoldshöher Nachrichten zum ersten Mal von den Vorgängen und der jetzt gefundenen Entscheidung erfahren, schreibt er in einer Mail an die Leopoldshöher Nachrichten. „Wenn es an der Sache etwas Positives gibt, dann ist es sicherlich die Personalie Frau Steinmeier (…) und das trotz der jahrelangen sehr guten Zusammenarbeit mit ihrer Vorgängerin“, schreibt er. Nicole Steinmeier ist die Assistenz des Bürgermeisters und aktive Ehrenamtliche im Vorstand des TuS Leopoldshöhe.

Die Informationspolitik aus dem Rathaus sei da weniger gelungen, meint Brinkmann. Man informiere über die Presse oder per Mail und das nicht, um den Dialog zu führen, sondern um Tatsachen zu schaffen. „Nicht irgendwann, nein jetzt, wenn es soweit ist“, schreibt Brinkmann. Niemand wisse Bescheid, wisse nicht, ob es in Hinsicht auf neue Zuständigkeiten noch etwas Neues geben werde. Nach Ostern solle es einen Termin mit den Vorständen der Sportvereine geben. „Dann gibt es mehr“, schreibt Brinkmann.  

Technik in den Kraftraum

Wer die Vorgänge nicht kenne, müsse der Meinung sein, dass in dem bis dahin zuständigen Fachbereich Soziales Fehlentscheidungen getroffen wurden, die zu dem bekannten Debakel geführt haben, schreibt Brinkmann. Denn nur so ließe sich erklären, warum es zu den neuen Strukturen gekommen ist. „Dieses ist aber absolut nicht der Fall“, betont der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes.

„In keiner Weise liegt hier eine Verfehlung vor“, schreibt er. Der Baubereich habe den Kraftraum für technische Installationen zweckentfremden wollen. Gemeint sind technische Anlagen für das sanierte Schwimmbad der Grundschule Nord. Erst bei genauerem Hinsehen und Druck von außen habe man Alternativen für die Montage der Anlage auf dem Dach gefunden.

Turner vor verschlossner Tür

In der Tat hatte der Vorsitzende des Kunstturnfördervereins und Leiter des Turnleistungszentrums Nils Nagel auf anwaltliche Hilfe zurückgreifen müssen, um von der Verwaltung Antworten zu bekommen. Seine Tuner hatte ohne weitere Mitteilung im September 2024 vor der geschlossenen Tür des Kraftraumes gestanden. Den brauchen die Turner, um für ihre Wettkämpfe in der dritten Turn-Bundesliga gerüstet zu sein. Bis Februar 2025 hatte sich die Verwaltung in Schweigen gehüllt.  

Brinkmann hätte eine andere Folge begrüßt: „Folgerichtig hätte es zum 1. April 2025 eine Umstrukturierung geben müssen, die da heißt: Baubereich wird ab heute Chefsache. Warum das nicht erfolgte, entzieht sich meiner Kenntnis.“

Gesprächsangebot

Jetzt gelte es, das Beste daraus zu machen. „Dem Chef wiederspricht man nicht“, schreibt Brinkmann. Der Gemeindesportverband und seine Vereine seien bereit, an die gute Zusammenarbeit mit dem jetzt zuständigen Sportbereich im Rathaus anzuknüpfen. „Wir haben lange für diese gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung gekämpft, denn das war nicht immer so“, schreibt Brinkmann.

Es sei wünschenswert, wenn der Verwaltungsvorstand der Gemeinde sich auf die Ebene des gegenseitigen Dialoges begeben würde, meint Brinkmann. Da ihm Sport und Ehrenamt ein wichtiges ganzjähriges Anliegen sei, dürfe das kein Problem sein. Reden, informieren und gemeinsames Handeln im Sinne der rund 4.500 Bürger und Bürgerinnen, die in der Gemeinde in Sportvereinen aktiv sind, fordert Brinkmann, „mein Angebot steht“.

Bisherige Berichte

Krach um den Kraftraum (LeoN+)
Sport wird Chefsache (LeoN+)

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