
Land zahlt Zuschuss zum OGS-Ausbau
Leopoldshöhe (ted). Erst gab es rund 280.000 Euro für den Ausbau der Offenen Ganztagsgruppen an den Grundschulen der Gemeinde. Jetzt soll eine Million Euro dazukommen. Das Land hat nach Angaben des SPD-Landtagsabgeordneten Dennis Maelzer einen Antrag der Gemeinde positiv entschieden.
Die Gemeinde ist durch ein Bundesgesetz verpflichtet, am 1. August 2026 den dann neu eingeschulten Kindern einen Platz in den OGS bereitzustellen. Die Räume in den Grundschulen reichen dafür nicht aus. In einer Machbarkeitsstudie hat ein Architekturbüro Kosten für den Umbau der Grundschule Nord auf rund zehn Millionen Euro veranschlagt.
Dasselbe Büro plant im Auftrag der Gemeinde für die Grundschule Asemissen einen Anbau. Das Grundstück direkt neben dem bisherigen OGS-Trakt hat sie vor einiger Zeit erwerben können. 2022 legte die Verwaltung eine erste Planung für einen Anbau auf diesem Grundstück vor. Der Anbau soll knapp sieben Millionen Euro kosten. Der Altbau wird um ein Geschoss aufgestockt, um die notwendigen je sechs Klassen- und OGS-Räume zu schaffen. Das soll rund 1,6 Millionen Euro kosten, das war jedenfalls der Stand vor etwa einem Jahr.
Während der Bauarbeiten müssen die OGS-Gruppen aus ihrem Gebäude aus- und in auf dem Sportplatz der Schule noch aufzustellende Container umziehen. Küche und Mensa für die OGS wird im Forum der Grundschule eingerichtet. Dazu ist die bisherige kleine Küche umgebaut worden.
Die zusätzliche Förderung durch das Land stammt aus den ohnehin für den OGS-Ausbau in den Kommunen vorgesehenen Mitteln. Dort war nach Angaben des Landes 28 Millionen Euro übrig, davon 3,4 Millionen Euro für den Regierungsbezirk OWL. Das Geld sollte an einzelne Kommunen nach einem „kriteriengeleiteten Windhundprinzip“ vergeben werden. Die Fachbereichsleiterin Soziales Andrea Rodekamp wurde auf das Programm aufmerksam, informierte Bürgermeister Martin Hoffmann, der in der Silvesternacht 2024 den Antrag an die Bezirksregierung fertigstellte und am 1. Januar 2025 verschickte, dem frühestmöglichen Zeitpunkt für die zweite Förderphase. Beantragt hatte die Gemeinde gut 5,1 Millionen Euro.
Dort landeten 58 Anträge mit einer Summe von insgesamt 153 Millionen Euro. Landesweit gab es 362 Anträge im Gesamtvolumen von 648 Millionen Euro. Vier Kommunen in OWL erhalten Geld. Die Stadt Bad Wünnenberg im Kreis Paderborn bekommt fast 1,3 Millionen Euro, der Kreis Höxter etwa 150.000 Euro, Preußisch Oldendorf im Kreis Minden-Lübbecke erhält knapp 830.000 Euro und Leopoldshöhe eine Million Euro. In der ersten Förderphase hatten Bund und Land rund 900 Millionen Euro an die Kommunen ausgeschüttet.
Entgegen der ersten Annahme Ende 2024 soll der Anbau in Asemissen nun nicht 2028, sondern erst Ende 2029 fertiggestellt werden. Ob und wann die Grundschule Nord umgebaut wird, steht noch nicht fest. Dort laufen zurzeit die Arbeiten für die Sanierung des Lehrschwimmbeckens. Die Sporthalle der Grundschule, die sogenannte Holzhalle, ist wegen Feuchtigkeitsschäden gesperrt. Dort hatte die Gemeinde im vergangenen Jahr eine neue Fußbodenheizung und einen neuen Sportboden einbauen lassen. Die alte Warmluftheizung, die die Halle zugleich belüftete, schaltete die Gemeinde ab. Nun wird nach einer Lösung für das Feuchtigkeitsproblem gesucht.



