Auf der Suche nach NS-Raubgut

Projektleiterin Christine Rühling und Projektmitarbeiterin Antonia Reck sichten Zugangsbücher auf verdächtige Einträge Foto: Lippische Landesbibliothek
Projektleiterin Christine Rühling und Projektmitarbeiterin Antonia Reck sichten Zugangsbücher auf verdächtige Einträge Foto: Lippische Landesbibliothek

Lippische Landesbibliothek sichtet Bestände

Detmold/Kreis Lippe. Mit Beginn des Jahres 2026 hat die Lippische Landesbibliothek / Theologische Bibliothek und Mediothek begonnen, die Herkunft von Beständen zu untersuchen, die im Verdacht stehen, zwischen 1933 und 1945 Personen und Institutionen unrechtmäßig entzogen worden zu sein, und die dann in die Bibliothek gelangt sind, teilt der Landesverband Lippe mit.

Die eigens für dieses Projekt eingestellte Kulturwissenschaftlerin Antonia Reck untersucht zunächst für ein Jahr die Medien, die aus der „Zeitgeschichtlichen Sammlung“ Eduard Wiegands (1893–1979) stammen. Wiegand war überzeugter Nationalsozialist und leitete die Lippische Landesbibliothek in der NS-Zeit. Er baute eine sogenannte „Zeitgeschichtliche Sammlung“ zur Dokumentation seiner Gegenwart auf, in die er nicht nur Schrifttum und Zeugnisse der NSDAP, sondern auch „unerwünschte“ Bücher und Druckerzeugnisse von Gegnern der Nationalsozialisten und verfolgten Personen integrierte.

Nach 1945 wurde die Sammlung …