
Vortrag und Diskussion zur neuen EKD-Friedensdenkschrift
Kreis Lippe/Detmold. Die Lippische Landeskirche lädt am Mittwoch, 15. April 2026, um 19 Uhr, in das Gemeindehaus am Markt in Detmold zu Vortrag und Diskussion ein. Im Mittelpunkt steht die neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“. Darin hat die EKD neue Aspekte aufgenommen, die sich aus dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine ergeben, schreibt die Lippische Landeskirche in einer Mitteilung.
Viele hatten in den vergangenen Jahren eine Überarbeitung der bisherigen Position der EKD, die noch aus dem Jahr 2007 stammt, gefordert. Aber ist jetzt wirklich noch der Friede im Blick? Das fragt Marco Hofheinz, Professor für Systematische Theologie (Schwerpunkt Ethik) am Institut für Theologie der Universität Hannover und Mitglied der Lippischen Landessynode. In seinem Vortrag vergleicht er die beiden Texte miteinander.
Der Schwerpunkt des „Schutzes vor Gewalt“ prägt viele Entscheidungen der neuen Denkschrift. Hofheinz geht der Frage nach, ob die versöhnende und friedensstiftende Haltung der Kirche angesichts der weltweiten Bedrohungen zu sehr in den Hintergrund gerückt ist. So wird zum Beispiel der Besitz von Atomwaffen wieder für vertretbar gehalten. Hierzu hat die Lippische Landeskirche seit langem schon eine andere Position.



