
Tagesstätte Greste feierte die Renovierung
Greste (ted). Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen feierten gestern die Wiedereröffnung der Kindertagesstätte Greste. Seit Oktober vergangenen Jahres war sie wegen eines Schadens an einer abgehängten Decke geschlossen.
Der Förderverein der Kita hatte zu der Feier eingeladen. Ein Wagen mit Bratwurst und Pommes Frites stand bereit. Getränke gab es auch. Das Wetter spielte mit. Von der Verwaltung waren die Fachbereichsleiterin Soziales Andrea Rodekamp und die Leiterin des Familienservicebüros der Gemeinde Sandra Linnenbecker gekommen. In beider Bereich fällt die Verwaltung und Betreuung der kommunalen Kindertagesstätten. Aus der Politik waren Vertreter von drei der sechs Fraktionen im Gemeinderat gekommen sowie die SPD-Landtagsabgeordnete Ellen Stock.
Tobias Schilling, Vorsitzender des Fördervereins der Kita, hatte zu Beginn zwei Anliegen. Zunächst lobte er den Zustand der renovierten Kita und sagte, die Grester Tagestätte ist „die schönste Kita überhaupt“.
Dann dankte er zwei Nachbarn der Kita. Fritz Brokbartold und Bernhard Löwe hatten während der Schließungszeit die Mitarbeiterinnen beim Transport des Mittagessens zu den im Leos und im B-vier in Asemissen untergebrachten Gruppen geholfen. Sie seien „Opas der Kita, ohne selbst Kinder in der Kita zu haben“, sagte Schilling. Für Löwe und ihn selbst sei es eine Selbstverständlichkeit gewesen, zu helfen. „Wir haben es gerne gemacht“, sagte Brokbartold unter dem Applaus der Gäste.

Schilling dankte auch Clarissa Becker, die seit einiger Zeit einen Antiquitätenhandel an der Hauptstraße in Asemissen betreibt. Bei einer Aktion habe der Förderverein viel Geld einnehmen können, sagte Schilling. Becker lobte die Kita: „Ein schönes Ambiente und tolle Eltern“.
Die Kita war im Oktober 2025 überraschend geschlossen worden. Ein Kind hatte einen Riss in einer abgehängten Decke entdeckt. Schnell schloss die Gemeindeverwaltung die Kita. Eine Gruppe kam in der Turnhalle der Kita unter, eine im Leos an der Schulstraße am Schulzentrum und eine im Begegnungszentrum B-vier in Asemissen.

Zunächst versuchte die Verwaltung mit Blick auf die Anmeldezahlen für die Kindertagesstätten im kommenden Kindergartenjahr die Kita sofort zu schließen. Sie stellte eine Rechnung über die Sanierungskosten auf. In die geschätzten 500.000 Euro hatte die Verwaltung allerdings den Ausbau des von der Dorfstraße zur Kita führenden Stichweges einbezogen, was nicht nur in der Politik auf Unverständnis stieß. Am Ende beschloss der Gemeinderat die sofortige Sanierung des Schadens und die Wiederinbetriebnahme der Einrichtung. Im Haushaltsplan der Gemeinde waren dafür 82.000 Euro eingestellt.
Zurzeit beleuchtet ein vom Gemeinderat eingesetzter Arbeitskreis die Kitalandschaft in Leopoldshöhe. Über alle kommunalen Kitas sind mit Blick auf den baulichen Zustand Gutachten angefertigt worden. Spätestens in der Ratssitzung im Oktober sollen Entscheidungen über die kommunalen Kitas gefällt werden.



