Der Radweg wird fertig

Der von Lage kommende Bürgerradweg endet kurz vor der Bodendeponie an der Schackenburger Straße. Archivfoto: Thomas Dohna
Der von Lage kommende Bürgerradweg endet kurz vor der Bodendeponie an der Schackenburger Straße. Archivfoto: Thomas Dohna

Stadt Lage und Straßen.NRW einigen sich

Lage/Leopoldshöhe (ted). Ein Bach, ein Radweg und eine Brücke, darüber haben sich die Stadt Lage und der Landesbetrieb Straßen.NRW lange gestritten. Jetzt gibt es eine Lösung für den Radweg-Lückenschluss zwischen Leopoldshöhe-Heipke und Lage-Pottenhausen.

Sollte es ein einfacher Durchlass werden oder eine richtige Brücke? Um diese Frage stritten sich die beiden Behörden monatelang. Dabei ging es vor allem um die Kosten.

So ein Bürgerradweg ist eigentlich eine vergleichsweise einfache Angelegenheit. Bürger – oder Kommunen – wollen einen Radweg entlang einer Landesstraße bauen. Eigentlich ist dafür das Land zuständig. Das benötigt für einen solchen Radweg aber einen sogenannten Planfeststellungsbeschluss, ein Verfahren, das sich über Jahre ziehen kann. Nur mit einem solchen Beschluss ist es möglich, Anlieger zum Verkauf von Grund und Boden für den Radweg zu zwingen. Bei einem Bürgerradweg müssen alle Eigentümer mit dem Bau einverstanden sein. Dann beginnt das Land mit den Planungen.

Die Idee für den Bürgerradweg zwischen Heipke und Pottenhausen hatte 2019 das Leopoldshöher Ratsmitglied Andreas Brinkmann (SPD). Er vertritt den Ortsteil Heipke im Gemeinderat. Das Land hatte vor, die Schackenburger Straße zu sanieren. Da wäre es doch eine gute Sache, fand Brinkmann, wenn man gleichzeitig den Radweg bauen würde. Die beiden Kommunen und das Land stimmten dem Vorschlag zu. Die Anlieger ließen sich ebenfalls überzeugen.

Die Straße war längst saniert, als die Stadt Lage 2023 mit dem Bau des Radweges begann. Im Januar 2024 zog Leopoldshöhe nach. Der Radweg wurde fertig – fast.

Es fehlt ein Übergang über einen Bach. Die Stadt Lage wollte erst nicht zahlen. Im Oktober 2025 stellte sie 300.000 Euro für einen kostengünstigen Durchlass zur Verfügung. Der Landesbetrieb Straßen.NRW, der die Planungshoheit hat, wollte aber eine richtige Brücke. Nach Angaben des Lagenser Bürgermeisters Matthias Kalkreuter hat sich Straßen.NRW durchgesetzt. Eine Brücke wird gebaut werden.

Es soll eine Stahlbetonbrücke entstehen. Ihre Stahlfundamente sollen in den Boden eingepresst werden. Derzeit erarbeit das Lagenser Fachteam Straßen die Ausschreibungsunterlagen. Eine Vergabe könnte nach der Sommerpause im Bau- und Planungsausschuss erfolgen, schreibt Kalkreuter auf Anfrage der Leopoldshöher Nachrichten. Die Umsetzung sei bis Jahresende 2026 möglich.

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