Der Weg zum Reich Gottes

Zum Abschluss des letzten Tages der Kinderbibelwoche kamen die Kinder in der Kirche zusammen. Foto: Thomas Dohna
Zum Abschluss des letzten Tages der Kinderbibelwoche kamen die Kinder in der Kirche zusammen. Foto: Thomas Dohna

Täglich 100 Kinder bei der Kinderbibelwoche

Leopoldshöhe (ted). Es herrscht munteres Treiben auf dem Kirchhof. Am letzten Tag der Kinderbibelwoche laufen die Kinder Stationen ab, Dosenwerfen zum Beispiel, oder Hobbyhorsing. Die Kinderbibelwoche der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde während der letzten Sommerferientage ist für viele Kinder ein Höhepunkt des Sommers. Durchschnittlich 100 Kinder sind seit Anfang der Woche jeden Tag zur Kirche am Marktplatz gekommen. Thema war „Jesus erzählt vom Reich Gottes“.

Zur Kinderbibelwoche lädt die Kirchengemeinde zusammen mit den Leopoldshöher Katholiken alle Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren ein. Jeder Tag hat unter dem Oberthema der Woche ein anderes Thema. In diesem Jahr sind es fünf Gleichnisse Jesu, Geschichten, mit denen er die Kernanliegen seines Glaubens verdeutlicht.

Die Tage beginnen mit einem Anspiel, in dem das jeweilige Tagesthema angesprochen wird. Das Gleichnis wird erzählt, danach geht es in die Gruppen, in denen zum Thema gebastelt und gespielt wird.

Rund 30 „Teamer“, jugendliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen Jugend kümmern sich um die Kinder. Sie werden in Gruppen und Schuljahrgängen aufgeteilt. „Wir hatten noch nie so viele, die direkt nach der Konfirmation Teamer geworden sind “, berichtet David Häfner, der seit einigen Jahren Mitarbeiter ist und ebenso lange bei der Kinderbibelwoche mitmacht. Neu war, dass Pfarrer Benedikt Schwabe die Kinder morgens erst einmal mit ein wenig Sport und Wettbewerb sich austoben ließ.

Am ersten Tag ging es um das Gleichnis vom verlorenen Sohn, in dem ein Vater dem einen Sohn dessen verschwenderisches Leben und dem anderen dessen Hass auf seinen Bruder verzeiht und ihnen die Hände reicht. „Wir haben Gipshände gemacht“, sagt David Häfner, der eine Gruppe von Viertklässlern betreute.

Der zweite Tag hatte das Gleichnis von Senfkorn zum Thema, in dem Jesus das Wachsen des Reiches Gottes mit dem Wachstum des überaus kleinen Senfsamens vergleicht. Häfners Gruppe formten Seedballs, Kugeln aus Pflanzensamen, die mancherorts genutzt werden, um zu säen, wo man ohne zu werfen nicht hinkommt.

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, in dem jeder Arbeiter den gleichen Lohn erhält, obwohl einige weniger als andere gearbeitet haben, war am Mittwoch Thema. Die Kinder dachten darüber nach, ob und dass es gerecht sein kann, jedem den gleichen Lohn zu zahlen, obwohl unterschiedlich lang gearbeitet wurde. „Wir haben Geldbeutel genäht“, berichtet Häfner.

Die Segnung der Kinder durch Jesus („Lasst die Kinder zu mir kommen“) konnte nicht fehlen. Am Donnerstag bastelten die Kinder unter anderem Windlichtgläser. Perlenarmbänder mit einem Fisch als Symbol für den Glauben fädelten sie, farbige Handabdrücke und mit Kartoffeldruck verzierte Stofftaschen produzierten die Kinder.

Was macht man, wenn man zu einem großen Festmahl geladen hat und alle Gäste sagen ab? Der Gastgeber in Jesu Geschichte lud Arme, Alte, Ausgegrenzte, Fremde und Kranke stattdessen ein und bewirtete sie. Hobbyhorsing, Eierlauf, Ballwerfen verschiedener Arten, Dosenwerfen, Bierdeckelstapeln, Wissensquiz mit Länderflaggen, Gewichte von Gegenständen schätzen und Luftballontanz waren die Stationen beim Stationen-Lauf.

Pfarrer Benedikt Schwabe hat die Kibiwo zum ersten Mal mitgestaltet. Eltern hätten ihm erzählt, wie intensiv die Kinder von der Woche zu Haus erzählen.

Am Sonntag, 30. August 1926, gibt es ab 10.30 Uhr den großen Abschlussgottesdienst der Kinderbibelwoche.

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