Feuerwehr, Fillies und BMX

Vor wenigen Sekunden sind die BMX-Racer aus der Startanlage heruntergefahren. Foto: Thomas Dohna
Vor wenigen Sekunden sind die BMX-Racer aus der Startanlage heruntergefahren. Archivfoto: Thomas Dohna

Drei Pläne werden beraten

Leopoldshöhe (ted). Die Bebauungspläne für die neue Rettungswache an der Hauptstraße im Ortsteil Leopoldshöhe und für das neue Wohngebiet auf dem ehemaligen Fillies-Gelände an der Heeper Straße in Bechterdissen gehen in die nächste Runde, genauso der Plan für die BMX-Anlage an der Schulstraße.

Am Donnerstag, 17. September 2026, beraten die Mitglieder des Hochbau- und Planungsausschusses (Hopla) über die Ergebnisse der Beteiligungen der Öffentlichkeit. In diesem Verfahrensschritt hatten Bürger und Behörden die Möglichkeit, Anregungen und Kritik zu den Plänen zu äußern.

Fillies

Seit der ersten Vorstellung des Bebauungsplanentwurfes hat sich an der Anzahl der Häuser und der oberirdischen Gestaltung des Wohngebietes nichts getan. Dort sollen Einfamilien-, aber auch Mehrfamilienhäuser entstehen. Geändert worden ist die Entwässerung. Auf ein Problem bei der ersten Planungsvariante hatte ein Anwohner hingewiesen.

Daraufhin hat nach Darstellung der Verwaltung das Abwasserwerk ein Entwässerungskonzept für das gesamte Plangebiet erarbeitet. Der Bebauungsplan sei angepasst worden. Die Entwässerung des Plangebietes wird im Trennsystem erfolgen. Die Schmutzwasser soll über einen neu herzustellenden Schmutzwasserkanal erfolgen, der an den Schmutzwassersammler in der Heeper Straße angeschlossen werden soll.

Das Niederschlagswasser soll in einem Regenwasserkanal gesammelt und an einen Regenwasserkanal im Bereich „Am Steinsiek“ angeschlossen werden. Dieser Kanal sei 2021 neu gebaut worden und diene als sogenannte Vorflut. Wo genau die neuen Kanäle verlaufen sollen, soll im Zuge der Erschließungsplanung festgelegt werden. Dasselbe gilt für die Dimensionierung der Entwässerungsanlagen sowie die möglicherweise nötigen Bauten für eine Regenwasserrückhaltung.  

Feuerwehr und Rettungswache

Der Kreis Lippe plant den Bau einer Rettungswache in Leopoldshöhe. Zurzeit ist ein Rettungswagen auf dem Gelände der Feuerwache am Schuckenteichweg stationiert. Die Wache ist improvisiert, der Rettungswagen nur tagsüber besetzt und verfügbar. Das soll sich ändern. Dafür hat die Gemeinde ein Grundstück erworben, dass sich hinter der bestehenden Feuerwache über den danebenliegenden Bauhof bis zum Telgenweg erstreckt. Der Kreis hat die Fläche für seine Wache von der Gemeinde erworben.

Aus der Bürgerschaft sind keinerlei Anregungen oder Einwendungen gekommen. Aus den Behörden kamen Anregungen zum Natur- und Umweltschutz. Da aber dennoch einige Details im Bebauungsplan geändert worden sind, soll er ein weiteres Mal, diesmal nur für zwei Wochen offengelegt werden.

BMX-Bahn

Bislang liegt kein Bebauungsplan den Bauten auf den Gelände der BMX-Bahn an der Schulstraße zugrunde. Alle Bauten sind vom Kreis unter dem Vorbehalt genehmigt, dass es irgendwann einen solchen Plan gibt. Der ist nun in Arbeit und im Frühjahr offengelegt worden. Der Kreis Lippe regte an, die bestehende Zufahrt breiter zu machen und mehr Stellplätze für Fahrzeuge zu schaffen. Die Gemeinde verhandelte erfolglos mit dem Eigentümer des Ackers neben der BMX-Bahn.

Für größere Veranstaltungen auf der BMX-Bahn verweist die Gemeinde auf die Parkplätze des Schul- und Sportzentrums. Größere Veranstaltungen fänden ohnehin nur an zwei Wochenenden im Jahr statt. Für den üblichen Vereinsbetrieb reichen nach Angaben der Gemeinde die Stellflächen aus.

Ein Anwohner der Schulstraße äußerte Bedenken zur finanziellen Vertretbarkeit der Planung, zu möglichen Belastungen durch Veranstaltungen, zum Lärm, zum Verkehr und zum Stellplatzbedarf, zur Nutzung geplanter Vereinsgebäude sowie zum Erhalt bestehender Wege. Ein Schallgutachten habe ergeben, dass alle Immissionswerte eingehalten würden.

Dem Bebauungsplan sollen die Mitglieder des Hopla zustimmen. Die Sitzung beginnt am Donnerstag, 17. September 2026, um 18 Uhr im Saal des Rathauses. Am Ende der Sitzung haben die Einwohner Leopoldshöhe Gelegenheit, Fragen an Verwaltung und Politik zu stellen. Außerdem werden schriftlich gestellte Fragen beantwortet.

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