
Heute Abend tagt der Verkehrsausschuss
Leopoldshöhe (ted). Es ist das Klein-klein der Kommunalpolitik, das heute Abend im Verkehrsausschuss behandelt wird. Es geht um Wasserspender, Beschattungen, ein Überholverbot, Pflanzbuchten und um die Friedhöfe.
Die Gemeinde betreibt drei kommunale Friedhöfe in Dahlhausen, im Ortsteil Leopoldshöhe und in Bexterhagen. Sie sind unterschiedlich stark nachgefragt. Bestattungstraditionen haben sich verändert. Außerdem kosten die Friedhöfe die Gemeinde Geld, zum Beispiel für die Renovierung der Friedhofskapellen in Dalhausen und Bexterhagen. Noch in der vergangenen Wahlperiode hatte der Rat beschlossen, ein Entwicklungskonzept für die Friedhöfe erarbeiten zu lassen, um diese verschiedenen Aspekte unter einen Hut zu bringen. Das beauftragte Büro soll den Stand des Entwicklungskonzeptes berichten.
Der CDU macht die Verkehrssituation an der Einmündung des Grenzweges auf die Heeper Straße in Bechterdissen Sorge. Sie beschreibt schlechte Sichtverhältnisse durch die Kurven der Heeper Straße. Durch das neue Wohngebiet auf dem Filliesgelände werde sich die Situation verschärfen. Sie möchte von der Verwaltung wissen, wie sich die Lage dort verbessern ließe.
Die Grünen sehen in Höhe der Verkehrsinseln auf der Hauptstraße vor allem Fahrradfahrer gefährdet. Sie möchten daher, dass dort das Überholen von einspurigen Fahrzeugen verboten wird. Dazu soll das entsprechende Verkehrsschild aufgestellt werden.
Für die CDU ist es am Milser Ring in Bechterdissen nachts zu dunkel. Sie möchte dort eine weitere Laterne aufstellen lassen.
Ein Bürger möchte, dass auf dem Schwalbenweg in der sogenannten VdK-Siedlung in Nienhagen der Verkehr beruhigt wird. Eine Verkehrsmessung hat ergeben, dass 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer langsamer als die dort erlaubten 30 Kilometer pro Stunde fahren. Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag abzulehnen.
Ein weiterer Bürgerantrag betrifft die Straße „Am Moshagen“ im Ortsteil Leopoldshöhe. Der Bürger möchte, dass die Straße zur Sackgasse wird und so der Durchgangsverkehr unterbunden wird. Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag abzulehnen. Zwar liege die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit bei 23 Kilometern pro Stunde über den erlaubten fünf bis zehn Kilometern pro Stunde, reihe sich jedoch in die bisherigen Messergebnisse gleichgearteter Straßen in Leopoldshöhe ein. Auch die Unfallstatistik sei dort absolut unauffällig.
Drei Anträge der Grünen beschäftigen sich mit der Anpassung an zukünftige Hitzeereignisse. Sie möchten, dass auf dem Marktplatz, am Bahnhof Oerlinghausen und am Kreisel in Asemissen Wasserspender aufgestellt werden. Auf dem Marktplatz gibt es nach Ansicht der Grünen bei starkem Sonnenschein zu wenig Schatten. Sie möchten daher prüfen lassen, ob es möglich ist, Bäume mit zukünftig großen Kronen dort zu pflanzen.
Im dritten Antrag regen die Grünen an, die Übernahme von Patenschaften der Pflanzbuchten an den Leopoldshöher Straßen zu bewerben. In etlichen Gemeinden und Städten gehörten solche Patenschaften zum Standard. Es erspare nicht nur das Bewässern, sondern auch die Pflege. Das übernimmt bislang der Bauhof der Gemeinde.
Die Sitzung des Verkehrsausschusses beginnt heute, Mittwoch, 23. September 2026, um 18 Uhr im Saal des Rathauses. Die Sitzung ist öffentlich. Zum Ende der Sitzung können Einwohner Leopoldshöhes Fragen an die Verwaltung stellen.




