
Beleuchtung soll erneuert werden
Bechterdissen (ted). Es ist abends durchaus finster dort, wo der Milser Ring auf die Milser Heide stößt. Seit Jahrzehnten beleuchtet eine einsame Laterne diese Fläche. Das möchte die CDU gern ändern. Zwei Bürgeranträge lehnte der Verkehrsausschuss ab.
Die Straßen im Ortsteil sind nur zum Teil mit einer Regenwasserentwässerung und Bürgersteigen ausgebaut. Die CDU hatte eine Leuchte beantragt, Frank Keminer (CDU) stellte in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschuss aber fest, dass es dort mehrere Leuchten geben müsse.
Jürgen Hachmeister (Grüne) schlug vor, die Beleuchtung zu erneuern, sobald die Straße Milser Ring ohnehin erneuert werden müsse. Der Zustand dort sei so gewachsen und in die Jahre gekommen.
Der Fachbereichsleister Bauen – Planen – Ordnung Dirk Puchert-Blöbaum stellte fest, dass es an der gesamten Straße Milser Ring keine „vernünftige“ Beleuchtung gebe. Daneben gebe es auch keine Entwässerungen, außer die über Straßengräben.
Im kommenden Jahr werde es eine Kamerabefahrung der Schmutzwasserkanäle geben. 2028 könnten Entwässerung und Beleuchtung neu gebaut werden. Diese Aussicht fand Frank Keminer gut und zog den Antrag zurück.
Die Initiative der CDU brachte Jürgen Hachmeister auf die Frage, wie es um das Straßen- und Wegekonzept steht, das die Gemeinde vor einigen Jahren aufgelegt hat. In dem hatte die Gemeinde festgelegt, wann welcher Straße saniert oder ausgebaut wird. Das könne überarbeitet werden, sagte Puchert-Blöbaum. Er kündigte an, dass die Gemeinde nun über eine Möglichkeit verfüge, alle Gemeindestraße in ihrem Zustand zu erfassen.
In zwei Bürgeranträgen ging es um eine Verkehrsberuhigung und eine Sperrung. Ein Bürger möchte, dass auf dem Schwalbenweg in der sogenannten VdK-Siedlung in Nienhagen der Verkehr beruhigt wird. Eine Verkehrsmessung hat ergeben, dass 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer langsamer als die dort erlaubten 30 Kilometer pro Stunde fahren. Die Verwaltung empfahl, den Antrag abzulehnen. Jürgen Hachmeister merkte an, dass die dort gefahrenen und relativ hohen Geschwindigkeiten wohl vor allem von Anwohnern gefahren werden. Der Fraktionsvorsitzende der BFL Uwe Wolff meinte: „Ich sehe da keine Gefährdung. Ich wohne dort.“ Die Ausschussmitglieder lehnten den Antrag einstimmig ab.
Ein weiterer Bürgerantrag betrifft die Straße „Am Moshagen“ im Ortsteil Leopoldshöhe. Der Bürger möchte, dass die Straße zur Sackgasse wird und so der Durchgangsverkehr unterbunden wird. Zwar liegt die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit bei 23 Kilometern pro Stunde über den erlaubten fünf bis zehn Kilometern pro Stunde, reiht sich jedoch in die bisherigen Messergebnisse gleichgearteter Straßen in Leopoldshöhe ein. Die Unfallstatistik ist dort absolut unauffällig.
Zudem würde es ein Problem bei der Müllabfuhr geben. Müllfahrzeuge dürfen wegen Unfallgefahr nicht rückwärts fahren. Deswegen müssten zwei Wendehammer dort gebaut werden, wo die Straße gesperrt würde. Der Ausschuss lehnte auch diesen Antrag einstimmig ab.






