
OGS, Schwimmbad und Türme
Leopoldshöhe (ted). Es sei noch nie soviel zur gleichen Zeit in und an den Leopoldshöher Schulen gebaut worden, sagt der Fachbereichsleiter Bauen-Planen-Umwelt Dirk Puchert-Blöbaum in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses.
An der Grundschule Asemissen soll ein Anbau für die OGS-Gruppen entstehen. Auch der bisherige Altbau für die OGS-Gruppen soll umgebaut werden. Eine routinemäßige Untersuchung vor Beginn der Bauarbeiten brachte Asbest und PCB-Belastungen zutage. Inzwischen habe die Verwaltung Raumluftmessungen beauftragt. Die Ergebnisse: „Alles deutlich unter den Grenzwerten“, sagte Puchert-Blöbaum.
Der Bau selbst werde – auch durch die Schadstofffunde – teurer werden als die geplanten und vom Gemeinderat gedeckelten sieben Millionen Euro, sagte Puchert-Blöbaum. Der Bauantrag liege zurzeit beim Kreis Lippe als Baugenehmigungsbehörde.
An der Grundschule Nord wird seit Jahren am Lehrschwimmbecken gebaut. Dafür liefen zurzeit Ausschreibungen, sagte Puchert-Blöbaum. Verzögerungen habe es wegen der Insolvenz des zunächst beauftragten Herstellers von Edelstahlbecken gegeben. Die Gemeinde habe 150.000 Euro als Anzahlung geleistet, das Geld sei aber wieder zurück, weil es treuhänderisch verwaltet worden sei. Jetzt sei ein Unternehmen aus Pirna beauftragt, dass auch für die Stadt Oerlinghausen arbeite. Am Freitag, 16. Oktober 2026, soll es ein Richtfest für das Schwimmbecken geben.
Für die Heizung, ein Blockheizkraftwerk, sei ein Bieter gefunden worden. Für die Fassade und die Dachdeckerarbeiten liefen die Ausschreibungen. Die Fläche zur Holzhalle hin sei inzwischen zugebaut.
Die Lage in der Holzhalle sei im Augenblick entspannt, stellte Puchert-Blöbaum fest. Die Halle hatte einen neuen Holzboden und eine neue Heizung bekommen. Im Herbst vergangenen Jahres waren schwere Feuchtigkeitsschäden aufgetreten. Der Sportbetrieb in der Halle musste eingestellt werden. Ein Teil des neuen Hallenbodens musste ersetzt werden. Die Verwaltung ließ den Keller dämmen.
Im Moment gebe es keine Hinweise auf Schimmel. Die Halle sei für den Schulbetrieb freigegeben. Die Entwicklung in der Halle werde engmaschig überwacht, sagte Puchert-Blöbaum. In der Bauverwaltung gebe es inzwischen jemanden, der sich mit Schimmelsanierung auskenne.
Nach langen Jahren des Wartens sei auch der kleine Sportplatz an der Stirnseite der Zweifach-Halle saniert, teilte Puchert-Blöbaum mit.
In Hauptgebäude der Felix-Fechenbach-Gesamtschule (FFG) ist der derzeitige Schwerpunkt die Pausenhalle. Dort habe eine neue Unterverteilung installiert werden müssen. Puchert-Blöbaum hofft, dass diese Arbeiten bis zum Jubiläum der Schule im nächsten Jahr abgeschlossen ist. Katrin Slotta, stellvertretende Leiterin der FFG, berichtete, dass verschiedene Decken und Türen ausgetauscht werden, Arbeiten im Lehrerzimmer, in den Naturwissenschaftsräumen, auf der dritten sowie auf der Kunstebene anstehen. Bürgermeister Martin Hoffmann ergänzte, dass es an der Schule eine neue Netzwerkstruktur geben werde.
Dagmar Beermann fragte, ob eine Versicherung den finanziellen Schaden an der Holzhalle tragen werde. Das werde mit dem kommunalen Schadensausgleich geprüft, antwortete Puchert-Blöbaum.
In der Sitzung des Sportausschusses gestern Abend fragte die Fraktion BFL nach der Verantwortung für Bauentscheidungen innerhalb der Verwaltung. Die Frage empfand Fachbereichsleiter Puchert-Blöbaum als unfair.






