
Ukraine-Hilfe bittet um Spenden
Leopoldshöhe (ted). Die Ukraine-Hilfe Bielefeld/Lippe bittet um Unterstützung. Sie sucht vor allem Dinge, die Wärme, Sicherheit und ein Stück Alltag ermöglichen. Die westukrainische Kreisstadt Kostopil, in der die Organisation “Hand in Hand” beheimatet ist, sei in diesen Tagen das Angriffsziel russischer Drohnen gewesen, heißt es in einer Mitteilung.
Die ukrainische Organisation „Hand in Hand“ arbeitet mit der Ukraine-Hilfe zusammen. Sie nimmt die Hilfsgüter an, verteilt sie und führt darüber Buch.
Die Angriffe auf Kostopil bedeuteten für die Menschen dort nicht nur ständige Sorge vor Angriffen und Zerstörung, sondern auch ganz alltägliche Probleme. Es wird kälter, Strom und Wärme stehen vielerorts nicht mehr sicher zur Verfügung. Hilfsgüter, die in Deutschland selbstverständlich erscheinen, werden dort dringend gebraucht. „Wir wissen aus den vergangenen Transporten, wie dringend die Hilfe vor Ort gebraucht wird. Was für uns vielleicht eine ganz gewöhnliche Spende ist, kann in der Ukraine ganz unmittelbar helfen“, berichten Martin Betge und Gerhard Schemmel von der Ukraine-Hilfe Bielefeld/Lippe.
Die aktuelle Bedarfsliste erzähle viel über die Lebenssituation der Menschen in der Ukraine. Dringend benötigt würden unter anderem Feuerlöscher, Erste-Hilfe-Kästen und Verbandmaterial, aber auch Generatoren, Powerbanks und tragbare Powerstations. Gerade angesichts der schwierigen Energieversorgung könnten solche Geräte entscheidend sein, schreibt die Ukraine-Hilfe.
Mit dem näher rückenden Winter gewinnen außerdem Schlafsäcke, Isomatten, Heizgeräte, Thermoskannen und Thermobecher an Bedeutung. Gaskocher und passende Gasflaschen und Kartuschen werden benötigt.
Daneben gehe es um die vielen Dinge, die Menschen jeden Tag brauchen: Socken, Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Getreide, Graupen und Nudeln, haltbare Konserven, Einweggeschirr, Hygieneartikel, Reinigungsmittel, Handtücher sowie Feucht- und Trockentücher. Windeln für Kinder und Erwachsene würden dringend gebraucht. Ebenso stehe Tierfutter auf der Bedarfsliste. Gebrauchte oder gut erhaltene Handys, Tablets und Laptops könnten wie Minikühlschränke einen wichtigen Beitrag leisten.
„Wir erleben immer wieder, dass gerade die scheinbar einfachen Dinge besonders wertvoll sind“, so Schemmel. „Ein Paar warme Socken, eine Taschenlampe, ein Verbandskasten oder eine Powerbank sind für uns Alltagsgegenstände. Für Menschen, die unter schwierigen Bedingungen leben müssen, können sie ein Stück Sicherheit und Normalität bedeuten.“
Damit die Hilfsgüter überhaupt dort ankommen, wo sie gebraucht werden, ist die Ukraine-Hilfe nicht nur auf Sachspenden angewiesen. Für jeden Transport mit einem Sattelschlepper werden derzeit mehr als 3.000 Euro benötigt. Gestiegene Dieselpreise und die allgemeinen Transportkosten machten die Fahrten zunehmend teurer.
Deshalb bittet die Ukraine-Hilfe um Geldspenden. Jeder Euro helfe, einen weiteren Transport zu ermöglichen und die gesammelten Hilfsgüter sicher zu den Menschen in der Ukraine zu bringen. Die Ukraine-Hilfe Bielefeld/Lippe hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Transporte auf den Weg gebracht. Die Hilfsgüter werden unter anderem nach Kostopil gebracht und dort an Menschen und Einrichtungen weitergegeben, die dringend Unterstützung benötigen.
Hinter jedem Transport stünden viele Menschen: diejenigen, die etwas spenden, die Helferinnen und Helfer beim Sortieren und Verpacken, Unternehmen und Organisationen, die Material zur Verfügung stellen, und schließlich die Menschen, die dafür sorgen, dass die Hilfsgüter ihren Weg in die Ukraine finden. „Der neue Hilferuf ist deshalb vor allem eine Bitte: Wer etwas geben kann, möge helfen“, heißt es in der Mitteilung.
Wenn der Winter komme, gehe es nicht um Luxus. Es gehe um Wärme, Sicherheit, Medikamente, Nahrung „und um das Gefühl, dass die Menschen in der Ukraine trotz des Krieges nicht vergessen sind“, schreiben die Helfer.
Geldspenden können auf dieses Konto überwiesen werden:
Bedarfshilfe Gemeinnützige GmbH, Stichwort: Ukraine-Hilfe Bielefeld/Lippe, IBAN: DE20 3506 0190 1000 0060 13, BIC: GENODED1DKD, Bank für Kirche und Diakonie.
Für die Geldspenden kann eine Spendenquittung ausgestellt werden. Kontakt für Rückfragen und Spendenkoordination: Martin Betge: Tel. 0176 20523220; Gerhard Schemmel: Tel. 0171 5325393
Besonders benötigt werden:
- Generatoren
- Powerbanks
- EcoFlows bzw. tragbare Powerstations
- Thermoskannen und Thermobecher
- Schmerzmittel und antivirale Medikamente
- Socken
- Kaffee, Tee und haltbare Lebensmittel
- Getreide, Graupen und Nudeln
- Konserven und andere haltbare Lebensmittel
- Einweggeschirr
- Handys, Tablets und Laptops
- Schlafsäcke und Isomatten
- Haushalts- und Reinigungsmittel
- Hygieneartikel wie Duschgel, Shampoo, Zahnpasta und Zahnbürsten
- Einmalhandschuhe und Handtücher
- Feucht- und Trockentücher
- Windeln für Kinder und Erwachsene
- Tierfutter
- Gaskocher und Gasflaschen bzw. Kartuschen
- Minikühlschränke
- Heizgeräte und Heizungen




