Das Leben der Anderen kennenlernen

Schülerinnen und Schüler der Felix-Fechenbach-Gesamtschule waren zum Austausch in Mysłakowice. Foto: FFG
Schülerinnen und Schüler der Felix-Fechenbach-Gesamtschule waren zum Austausch in Mysłakowice. Foto: FFG

Deutsch-polnischer Schüleraustausch

Leopoldshöhe/ Mysłakowice (ted).  Pierogi kochen, Stofftaschen gestalten, durch Jelenia Góra schlendern und auf die Śnieżka (Schneekoppe) wandern: Für 14 Schülerinnen und Schüler der Felix-Fechenbach-Gesamtschule Leopoldshöhe war der Schüleraustausch mit der polnischen Partnergemeinde Mysłakowice zu einer Woche mit vielen neuen Eindrücken und persönlichen Begegnungen.

Die polnischen Schülerinnen und Schüler waren im Mai in Leopoldshöhe zu Gast. Im September folgte der Gegenbesuch. Zwölf Schülerinnen und zwei Schüler machten sich mit ihren Lehrerinnen Angela Wittemeier und Helena Groß auf den Weg nach Polen. Dort wurden sie von ihren Gastfamilien und den Kontaktlehrerinnen Aneta Stefańczyk und Patrycja Skórzecka empfangen.

Zum Auftakt lernten die Leopoldshöher Jugendlichen ihre Partnerschulen kennen. In Mysłakowice mit dem Ortsteil Łomnica gibt es zwei Schulen, denen die deutschen Schülerinnen und Schüler während ihres Aufenthalts zugeordnet wurden. Beim Tandem-Unterricht erhielten sie erste Einblicke in den polnischen Schulalltag. Anschließend ging es nach Jelenia Góra, wo die deutsch-polnische Gruppe die historische Innenstadt erkundete. Im Trampolinpark stand danach gemeinsamer Sport im Mittelpunkt.

In einem Workshop im Kulturzentrum kochten die Jugendlichen mit Unterstützung durch den Landfrauenverein Pierogi und gestalteten Stofftaschen. Begrüßt wurde die Gruppe vom stellvertretenden Bürgermeister Grzegorz Truchanowicz. Am Nachmittag trafen sich die Familien in der Schulmensa. Bei selbstgebackenem Kuchen kamen auch die Erwachsenen miteinander ins Gespräch und tauschten sich über die geplanten Aktivitäten des Wochenendes aus.

Der Besuch eines Thermalbads, die Besichtigung der Kirche Wang und ein Spaziergang durch das nahegelegene Karpacz standen auf dem Programm.

Hanna und Alina stellen traditionelle polnische Pierogi her - mit Hilfe von Landfrau Emma Fechner-Sliwa. Foto: FFG
Hanna und Alina stellen traditionelle polnische Pierogi her – mit Hilfe von Landfrau Emma Fechner-Sliwa. Foto: FFG

Viel Zeit verbrachten die Jugendlichen auch abseits des offiziellen Programms miteinander. In ihren Gastfamilien lernten die deutschen Schülerinnen und Schüler den polnischen Alltag unmittelbar kennen. Sie verständigten sich meist auf Deutsch und Englisch. Gleichzeitig boten sich immer wieder Gelegenheiten, polnische Wörter und Redewendungen auszuprobieren. Wenn die gemeinsame Sprache nicht ausreichte, halfen Gestik, Kreativität, das Smartphone oder einfach ein gemeinsames Lachen.

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) unterstützte den Austausch. Das DPJW ermöglicht Jugendlichen auf beiden Seiten der Grenze, Gleichaltrige kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln, die im Schulalltag so nicht möglich sind.

Zum Abschluss des Schüleraustausches ging es ins Riesengebirge. Mit dem Sessellift fuhr die Gruppe zunächst hinauf und wanderte auf die 1.603 Meter hohe Śnieżka (Schneekoppe). Bei schönstem Herbstwetter und herrlichem Bergpanorama genossen die Jugendlichen die gemeinsamen Stunden.

Aus Schülerinnen und Schülern zweier Länder waren im Laufe der Woche Freunde geworden. Die Reise zeigte, wie schnell sprachliche und kulturelle Unterschiede in den Hintergrund treten, wenn man gemeinsam unterwegs ist.

Dieser Schüleraustausch wird nicht der letzte gewesen sein. Nach bereits 22 erfolgreich durchgeführten Begegnungen steht fest, dass der Kontakt zwischen der Felix-Fechenbach-Gesamtschule und den polnischen Partnerschulen weitergeführt werden soll.

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