15 Jahre Leos Kino

Heike Kortekamp vom Partnetschaftsverein gratulierte mit 15 gebackenen Muffins. Bei Ponni Lüking (links) gab es die Eintrittskarten. Foto: Edeltraud Dombert
Heike Kortekamp vom Partnetschaftsverein gratulierte mit 15 gebackenen Muffins. Bei Ponni Lüking (links) gab es die Eintrittskarten. Foto: Edeltraud Dombert

Geburtstagsfeier im neuen Kinosaal

Leopoldshöhe (ED). Es konnte gleich doppelt gefeiert werden. Leos Kino ist 15 Jahre alt geworden. Und es zeigte die erste Vorstellung vor vollen Stuhlreihen im neuen „Kinosaal“, der frisch renovierten Aula der Grundschule Nord.

Eine Stunde vor Vorstellungsbeginn herrscht geschäftiges, ein wenig angespanntes Treiben in der Aula und den angrenzenden Räumen. Das Leos-Kino-Team bereitet sich auf die erste Filmvorführung im neuen Ambiente vor. Die Aktiven rücken Stühle zurecht, schieben Tische, stellen Getränke bereit, präparieren das Kassentischchen und proben die richtige Lautstärke.

Uli Aaltonen und Grita Behrens bauen Tische für die “Getränke-Bar“ auf, Margit Berghorn schleppt Wasserkisten heran. Ponni Lüking legt die Abreißrolle mit den Eintrittskarten zurecht und kontrolliert die Kasse. Ingo Knabenreich ordnet zusätzliche Stühle. Ulrich Schumann steht im Saal und ruft: „Ton noch etwas lauter!“ Hinter der Leinwand reguliert Hendrik Glauer die Tonstärke. Nach einigen Sitzproben auf unterschiedlichen Stühlen im Saal ist der Ton gut eingestellt.

Das Leos-Kino-Team mit (von links) Ulrich Schumann, Hendrik Glauer, Ponni Lüking, Grita Behrens, Ingo Knabenreich, Uli Aaltonen und Margit Berghorn zeigt dem Publikum den Weg zur Aula der Grundschule Nord. Foto: Edeltraud Dombert
Das Leos-Kino-Team mit (von links) Ulrich Schumann, Hendrik Glauer, Ponni Lüking, Grita Behrens, Ingo Knabenreich, Uli Aaltonen und Margit Berghorn zeigt dem Publikum den Weg zur Aula der Grundschule Nord. Auf dem Foto fehlt Ulrike Linsmeier. Foto: Edeltraud Dombert

Ulrich Schumann hat Zeit für ein paar Informationen. Seit dem Beginn von Leos Kino habe es nur wenig Fluktuation innerhalb des Teams gegeben. Von den ursprünglich fünf Gründungsmitgliedern seien noch drei dabei, zwei seien aus Altersgründen ausgeschieden, mit dem Kino aber immer noch verbunden. Mittlerweile sei das Kino-Team auf acht Personen gewachsen.

Der Wechsel vom LEOS in die Aula der Grundschule Nord habe mit einem lachenden und einem weinenden Auge stattgefunden, sagt Schumann: „Wir freuen uns, niemanden mehr abweisen zu müssen, der Zugang hier ist barrierefrei, wir haben genügend Plätze für sicherlich 100 Zuschauer und Zuschauerinnen. Die Atmosphäre im LEOS wird uns allerdings ein wenig fehlen.“

Begeistert zeigt er sich von der technischen Anlage in der Aula und der massiven Unterstützung durch die Hausmeister. „Wir haben eine Testvorführung mit etwa 30 Personen gemacht und durch die Rückmeldungen noch Korrekturen zu Licht, Bild und Ton vornehmen können.“ Auf die Frage nach seiner Zuschauererwartung für den heutigen Abend wiegelt er ab: „So 50 Personen, schätze ich, werden wohl kommen.“

Bereits vor dem offiziellen Einlass eine halbe Stunde vor Filmbeginn zeigen sich die ersten Gesichter an den Fenstern im Eingang zur Aula. Punkt halb fünf wird die Außentür geöffnet und die Gäste stellen sich an der Kasse an. Man holt sich ein Getränk, schwatzt ein wenig mit Bekannten und sucht sich dann einen Platz. Conni Böske, die mit Regina Windmann gekommen ist, freut sich: „Die angebotenen Filme hier sind immer gut. Im LEOS habe ich mich aber wegen der Enge etwas unwohl gefühlt, heute starte ich einen neuen Versuch.“

Vor gut besetztem Saal zeigt Leos Kino seinen ersten Film im neuen Domizil. Foto: privat
Vor gut besetztem Saal zeigt Leos Kino seinen ersten Film im neuen Domizil. Foto: privat

Weitere Stühle werden benötigt. Zu Filmbeginn sitzen etwa 70 Gäste mit guter Stimmung im Saal. Uli Aaltonen und Ulrich Schumann begrüßen das Publikum. Zum gegebenen Anlass nimmt Bürgermeister Martin Hoffmann in seiner Begrüßung die Menschen noch einmal mit in die Anfänge des Kinos und hebt den kulturellen Stellenwert hervor. Uli Aaltonen stellt die einzelnen Mitglieder und ihre Funktionen beim Kino-Team vor und Ulrich Schumann stimmt das Publikum auf den heutigen Film ein, nicht ohne auf die kommenden Filmabende hinzuweisen.

Am 16. Februar 2026 gibt es zum Weltfrauentag eine wie Schumann es nennt „Feel-good-Doku“ mit dem Film „Ein Tag ohne Frauen“. Der unterhaltsame Dokumentarfilm zeigt Island im Oktober 1975, als 90 Prozent der Frauen ihre Tätigkeiten niederlegen.

Am 16. März 2026 gibt es den Film „Der Pinguin meines Lebens“ zu sehen, eine Komödie mit dem diktatorischen Argentinien als Hintergrund. Mit einem Vorfilm kommt wie bereits im Vorjahr die Filmkunst in Lippe zu Wort. Marion Prill ist zu Gast und wird ihren neuen Kurzfilm vorstellen.