
Projektwoche an der Grundschule Asemissen
Asemissen. Eine ganze Woche stand die Grundschule Asemissen im Zeichen von Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Alle Klassenstufen setzten sich fächerübergreifend mit Kernthemen rund um Müll, Energie, Meeresschutz und kreatives Wiederverwenden auseinander – mit sichtbaren Ergebnissen, großer Begeisterung und vielen Aha-Momenten, schreibt die Grundschule in einer Mitteilung.
Die Erstklässler befassten sich unter dem Motto „Kleine Hände-große Wirkung“ mit Mülltrennung und Umweltverschmutzung im Wald. Höhepunkt war eine Müllsammelaktion im nahegelegenen Forst. Ausgestattet mit Handschuhen, Zangen und Säcken sammelten die Kinder achtlos weggeworfene Abfälle ein und sortierten diese anschließend korrekt. „Jetzt wissen wir, in welche Tonne was gehört – und warum es wichtig ist“, resümierte eine Schülerin. Die Aktion sensibilisierte nicht nur für richtige Entsorgung, sondern auch dafür, dass Müll nicht achtlos in der Natur entsorgt werden darf.

Die Zweitklässler tauchten thematisch in die Weltmeere ein. Anhand von Experimenten zur Verwesung verschiedener Materialien im Wasser, Versuchen mit Mikroplastik und anschaulichen Bildreihen lernten sie, wie Abfälle in Flüsse und Meere gelangen – und welche Folgen das für Tiere und Lebensräume hat. Kreative Plakate erklärten Wege der Vermeidung: Mehrweg statt Einweg, bewusster Konsum und richtige Entsorgung.

Im dritten Jahrgang wurde geforscht wie bei den Profis: In einer „Detektivarbeit“ gemeinsam mit dem TKKG-Verlag spürten die Kinder nachhaltigen Formen der Energiegewinnung nach. Ob selbst gebaute Meerwasser-Entsalzungsanlagen, Windräder oder Möglichkeiten der Wärmedämmung – zahlreiche Versuche machten erneuerbare Energien greifbar.
Die Viertklässler verwandelten alte Dinge in Neues: aus Milchtüten wurden dekorative Vogelhäuser, aus Gummistiefeln robuste Blumengefäße. Neben handwerklichem Geschick standen Designideen und Haltbarkeit im Fokus. So entstand ein bunter Parcours aus Alltagsgegenständen mit verlängertem Leben – ein praktischer Beweis, dass Wertstoffe mehr sind als Müll.

Zum Abschluss öffnete die Schule ihre Türen für eine Ausstellung, zu der auch Eltern und Angehörige eingeladen waren. Die zahlreichen Besucher zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Ergebnisse: Infowände, Experimentstationen, Fotodokumentationen und Upcycling-Objekte machten die Lernprozesse der Woche sichtbar.
Ein besonderer Höhepunkt war die Tauschbörse, organisiert vom Arbeitskreis Eltern–Lehrer. Jedes Kind durfte ein gut erhaltenes Spielzeug mitbringen und vor Ort gegen „neue gebrauchte“ Schätze eintauschen.
In der Projektwoche lernten die Kinder, wie sie Umweltschutz im eigenen Alltag umsetzen können: vom bewussten Trennen und Vermeiden des Mülls über das Verständnis erneuerbarer Energien bis hin zum kreativen Weiterverwenden. Am Ende stand eine klare Erkenntnis: Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen – und wirkt, wenn alle mitmachen.



