
Erste Schritte im Reitsport
Schuckenbaum (ted). Sie sehen gar nicht unsicher aus, die vier Reiterinnen. Sie sind jung, zwischen sechs und acht Jahre alt. Schick im Dressurdress mit schwarzem Jackett, weißer Hose und schwarzen Reitstiefeln gekleidet bewegen sie sich auf ihren Pferden durch die Reithalle auf dem Hof Friedrichsmeier.
Der Reit- und Fahrverein „Lützow“ Schuckenbaum veranstaltete am Wochenende ein Frühjahrsturnier, das sich ausdrücklich an die jüngsten Reiterinnen und Reiter wendet. An zwei Tagen zeigten sie, was sie gelernt haben. Die Prüfungen für die Jüngsten scheinen einfach. Je vier Teams aus Reiterin (Jungen waren nicht dabei), Pferd und einer Begleiterin oder einem Begleiter bewegen sich in der Halle.
Führzügel-WB wird der Wettbewerb genannt. Er ist die Einsteigerklasse in den Dressursport. Die Begleiter führen das Pferd an einem Zügel und können so Kontrolle über das Tier ausüben. Die Reiterinnen können sich so sicherer fühlen. Die Richterin erteilt Anweisungen.
Zunächst sollen die Teams im Schritt sich bewegen. Die Reiterinnen sollen zeigen, dass sie sicher und gut im Sattel sitzen. In einer zweiten Runde soll getrabt werden. Im leichten Trab erhebt sich die Reiterin im Einklang mit dem äußeren Vorderbein des Pferdes aus dem Sattel. Nicht bei allen klappt das, aber alle bewegen ihren Oberköper schonend und im Einklang mit den Bewegungen des Pferdes. Eine Leistungsstufe höher kommt die Gangart Galopp dazu.

Stufe für Stufe werden die Anforderungen höher. In der Klasse E (Einsteiger) werden die ersten Hufschlagfiguren geritten. Mit der Klassen A (Anfänger), L (leicht), M (mittel) und S (schwer) steigern sich die Anforderungen bis auf höchstes Niveau. Beim Frühjahrsturnier in Schuckenbaum wird bis Klasse M geritten.
Dass schon die Reiterinnen im Führzügel-WB keine blutigen Anfängerinnen sind, zeigt ein Vorfall während einer Übung. Ein Pferd wird unruhig und bewegt sich plötzlich fast springend zur Seite. Die Reiterin hält sich stoisch im Sattel, zeigt keinerlei Unruhe und hält so die im Dressursport geforderte Harmonie zwischen Pferd und Reiter.

229 Nennungen gab es für das Turnier. 154 Reiterinnen und Reiter sind gekommen. „Das ist leider normal“, sagt die neue Vorsitzende des Reitvereins, Laura Majewski, zu den fehlenden rund 70 Anmeldern.
Einige Reiterinnen des Reit- und Fahrvereins „Lützow“ Schuckenbaum erfolgreich. Jara Malin Holstein erreichte den ersten Platz im Wettbewerb „Reiter-WB mit zwei Sprüngen“. Hanna Herde erritt sich einen zweiten Platz, Lina Freitag und Sophie Thumel je einen dritten Platz. In der Dressurpferdeprüfung L erreichte Ann-Theresa Schliephake einen dritten Platz. Die Amateur-Dressurreiterprüfung L schloss Franziska Niebuhr auf dem zweiten Platz ab.
Lou Märta Parschau erreichte im Führzügel-Wettbewerb einen zweiten, Carla Grund einen ersten und Marisa Schäfer-Nolte einen dritten Platz. Beim Wettbewerb Reiter Schritt-Trab belegte Hanna Mathilda Rabeneick einen ersten, Lou Märta Parschau einen dritten Platz.
Im Vergleich Reiter-WB Schritt – Trab – Galopp bekamen Sophie Thumel, Elaine Maria Halle und Leonie Kammel je einen zweiten Preis zuerkannt, Lina Freitag einen dritten und Hanna Mathilda Rabeneick einen ersten Preis.



