
Musical der Grundschule Nord
Leopoldshöhe (ED). In gleich zwei Aufführungen präsentierte die Grundschule Nord ein eigenes Musical. An den Aufführungen und Vorbereitungen waren nahezu alle Kinder der Grundschule – ausgenommen die Kinder der ersten Schuljahre – beteiligt.
Schulleiterin Madlen Klarhorst kündigt in ihrer Begrüßung nicht nur das Musical an, sondern auch eine Ausstellung von Wandbildern, die Kinder, die nicht in den Aufführungen aktiv sind, gemeinsam für das Projekt gestaltet haben und die nun versteigert werden sollen. Auf vorbereiteten Zetteln können Gebote für die einzelnen Werke abgegeben werden. Der Erlös kommt dem Förderverein der Grundschule zugute.
Dann geht es los. Der Traumbaum öffnet für die Kinder Mila, Jonas und Tarek seine Pforten zu verschiedenen Traumwelten, in denen immer neue Herausforderungen auf die Kinder warten. Da gibt es eine Stadt ohne Worte, die Angst vor dem Alleinsein, Unsicherheit und Ausgrenzung, Streit und Missverständnisse. Die Kinder meistern gemeinsam alle auftretenden Hindernisse unterstützt von Traumwesen und kommen zu der Erkenntnis: Gemeinsam sind wir stark. Die Botschaft des Stückes ist deutlich: Gemeinsamkeit, Mut und Respekt machen das Leben lebenswert.

Die Handlung wird untermalt mit musikalischen Beiträgen, die von den Chorkindern und von Tanzgruppen mit ansteckender Begeisterung gestaltet werden. Viele Kinder stehen während der Vorstellung rechts und links am Rande der Zuschauerreihen, präsentieren schwungvoll eine eingeübte Choreografie unter der Leitung von Lehrerin Fiona Schrinner und beziehen so die Zuschauer und Zuschauerinnen in die Handlung mit ein. Viel Zwischenapplaus und rhythmisches Klatschen am Schluss der Vorstellung belohnen die Kinder.
In der Adventszeit des vergangenen Jahres gestaltete der Chor der Grundschule Nord ein Weihnachtssingen. Dieses gefiel den Verantwortlichen des Fördervereins der Schule so gut, dass man vorschlug, doch im Sommer ein großes Sommerkonzert mit dem Chor zu veranstalten. Kristin Schwamborn hatte Bedenken, ob die Chorkinder ein so großes Konzert stemmen können. Man beriet im Kollegium und schnell war eine Alternative gefunden: Chor in Kombination mit Tanz und Gestaltung, alles eingebettet in eine Geschichte – die Idee des eigenen Musicals war geboren.

Madlen Klarhorst und Kristin Schwamborn entwickelten eine Geschichte, Lieder wurden ausgesucht. Anfang dieses Jahres startete Kristin Schwamborn mit den Chorproben, Madlen Klarhorst übernahm die Choreografie für die Tanzeinlagen und übte mit den Kindern in ihren Sportstunden. Lehrerin Antje Happich-Pfeiffer gestaltete im Kunstunterricht gemeinschaftliche Wandbilder, die in der Pause und nach der Vorstellung zur Versteigerung angeboten wurden und die stellvertretende OGS-Leiterin Alina Weber erarbeitete mit den Kindern der OGS das Bühnenbild.
„Es war also eigentlich eine große Gemeinschaftsarbeit der Kinder und auch des Kollegiums,“ freut sich Madlen Klarhorst über das gelungene Projekt. Dass die Idee auch bei den Eltern gut ankam, zeigt sich bei der Bestellung der Eintrittskarten. „Wir können hier in der Aula nur eine begrenzte Zahl an Menschen unterbringen. Die Nachfrage nach Eintrittskarten war so groß, dass wir zwei Vorstellungen anbieten mussten.“ Beide Vorstellungen seien ausgebucht. Man habe kurz überlegt, noch eine dritte Vorstellung anzubieten. Wegen des erheblichen Mehraufwandes habe man das allerdings schnell verworfen und stattdessen eine Alternative gefunden: Beim Sommerfest am Samstag, 11. Juli 2026, werden Ausschnitte des Musicals noch einmal präsentiert, so dass auch diejenigen, die keine Gelegenheit hatten, das Musical anzuschauen, einen Eindruck bekommen können.
Bevor die Gäste aufbrechen, hat die Schule noch eine Überraschung parat: Es gibt einen neuen Schulsong eigens für die Grundschule Nord, der nun zum ersten Mal vor Publikum zum Abschluss der Vorstellung präsentiert wird.



