
Open Door Konzert des Projektchores
Leopoldshöhe (ED). Die Kirche am Marktplatz war gut gefüllt, als der Projektchor sein Open Door Konzert wie immer kurz vor den Sommerferien gab.
Wer sich auf Vertrautes freute, wurde nicht enttäuscht. Der Projektchor unter der erprobten Leitung von Dirk Martin präsentierte Ohrwürmer aus vier Jahrzehnten. Insa Graalmann stimmte das Publikum mit ihrem raumfüllenden Alt musikalisch ein mit Louis Amstrongs „What a wonderful World“.
Ole Weigelt übernahm wie gewohnt, die Moderation vor und zwischen den musikalischen Blöcken. Es sollte ein Streifzug werden aus bekannten Musiktiteln der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre, so kündigte er an. Und die Lebensfreude, die Amstrong mit seinem Song zum Ausdruck bringen wollte, sollte den Abend überdauern, so Weigelt.
Im ersten Block der 60er Jahre folgten bekannte Titel von Elvis Presley bis zu den Mamas und Papas. Insa Graalmann, Ole Weigelt und Dirk Martin übernahmen die Solopartien und Runa Trenner das Flötensolo in „California Dreaming“. Viel Applaus gab es vom Publikum für die bekannten Melodien, die zum Mitschunkeln und Mitsummen aufforderten.

Der zweite musikalische Block widmete sich den 70er Jahren mit bekannten Musiktiteln wie „You werde allways on my mind“ und „I Got a Name“. Hier kam zum ersten Mal die Solo-Gitarre von René Scherwitzki ausdrucksstark zum Einsatz.
Bevor es zu den 80ern ging, nutzte Ole Weigelt die Gelegenheit, um Werbung für den Chor zu machen. Er wies darauf hin, dass es nur sehr wenige Männer im Chor gebe, sechs standen jetzt auf der Bühne. Er wandte sich an das Publikum und forderte sangesfreudige Männer auf, bei den Proben vorbeizuschauen und mitzusingen. Aber auch Frauen wären selbstverständlich herzlich willkommen, fügte er hinzu.

Dann ging die musikalische Zeitreise in die 80er Jahre und fand dort ihren Höhepunkt beim kleinen Horrorladen mit Suddenly Seymour, das die stimmlich hervorragende Viktoria Scherwitzki im Duett mit Ole Weigelt sang und vom Publikum mit großem Beifall honoriert wurde.
Vor dem letzten musikalischen Block gab Ole Weigelt dann wie gewohnt bekannt, wofür die diesjährigen Spenden am Ausgang gedacht seien. Der Chor hatte sich für die Diakoniestation Leopoldshöhe entschieden, deren Leiterin Bozena Mikolajczyk einige Worte an das Publikum richtete. Sie erläuterte kurz die Arbeit der Diakonie in Leopoldshöhe, Helpup, Währentrup und Oerlinghausen. Mehr als 360 Patienten und Patientinnen würden von mehr als 70 Mitarbeitenden betreut. Auch ambulante palliative Pflege würde von der Diakonie angeboten, sagte sie und bedankte sich für die Spende,

Mit „Love is all around“ startete der Chor in die 90er Jahre und beim Schlusssong „Hail Holy Queen“ aus Sister Act konnte man sich Whoopi Goldberg vor dem Chor als Dirigentin vorstellen. Das Publikum klatschte begeistert mit.
Anhaltender Applaus war das Dankeschön des Publikums für die vielen Ohrwürmer des Abends. Als Zugabe und für einen guten Nachhauseweg sang der Chor gemeinsam mit dem Publikum „We shall overcome“, gleichermaßen als Lied und Gebet zu verstehen.



