Geld für den TuS Leopoldshöhe

Waren bei der Übergabe des Förderbescheides dabei: (von links) Maximilian Busch, Julian Bruck, Kristina Rabeau (alle drei Architekturbüro busch + bruck), stellvertretender Vorsitzender TuS Leopoldshöhe Horst Wolfmeier, Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling, Geschäftsführer TuS Leopoldshöhe Erich Mühlenmeier, Vorsitzender TuS Leopoldshöhe Nils Nagel, Bürgermeister Martin Hoffmann, Mathias Hartig (Bezirksregierung Detmold) und Vereinsmanager TuS Leopoldshöhe Dag Schneevoigt. Foto: TuS Leopoldshöhe
Waren bei der Übergabe des Förderbescheides dabei: (von links) Maximilian Busch, Julian Bruck, Kristina Rabeau (alle drei Architekturbüro busch + bruck), stellvertretender Vorsitzender TuS Leopoldshöhe Horst Wolfmeier, Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling, Geschäftsführer TuS Leopoldshöhe Erich Mühlenmeier, Vorsitzender TuS Leopoldshöhe Nils Nagel, Bürgermeister Martin Hoffmann, Mathias Hartig (Bezirksregierung Detmold) und Vereinsmanager TuS Leopoldshöhe Dag Schneevoigt. Foto: TuS Leopoldshöhe

Förderbescheid für das neue Sporthaus

Leopoldshöhe (ted). Jetzt kann der TuS Leopoldshöhe mit dem Bau seines neuen Sporthauses beginnen. Für das „Haus der Bewegung“, wie es offiziell heißt, übergab Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling jetzt einen Förderbescheid. Die Baugenehmigung hat den Verein ebenfalls schon erreicht.

Bölling übergab den Bescheid an Nils Nagel, den Vorsitzenden des TuS Leopoldshöhe. Dass der Verein das Geld aus Leader-Mitteln der Europäischen Europäischen Union bekommen soll, hatte die lokale Aktionsgruppe der LEADER-Region „3L in Lippe“ beschlossen. Die Vergabe solcher Mittel prüft die Bezirksregierung und erteilt bei erfolgreicher Prüfung den Förderbescheid.

Der Verein bekommt bis zu 250.000 Euro, um den Baus des Nachfolgers des vor einiger Zeit schon abgerissenen alten Sporthauses zu finanzieren. Dafür muss der Verein zusätzlich einen Bankkredit aufnehmen.

Das alte Sporthaus hatte irreparable Feuchtigkeits- und Schimmelschäden erlitten. Die Gemeinde Leopoldshöhe sah sich aus finanziellen Gründen außerstande, einen Neubau zu finanzieren. Gemeinde und Verein entwickelten die Idee, die Fläche für den Neubau in Erbpacht an den Verein zu vergeben und Leader-Mittel einzuwerben.

Mit den 285 Quadratmetern Fläche im Neubau, aufgeteilt in zwei große Mehrzweck- und einige Nebenräume, gewinnt der Verein Platz für den Ausbau eines Kurssystems für Bewegungs- und Gesundheitsförderung und einen Raum für die soziale Gemeinschaft des Vereins. Die Flächen stehen auch der Gemeinde zur Verfügung.

Nach Mitteilung des Vereins sollen im neuen Sporthaus Gesundheitssportangebote wie Herz- und Lungensport (COPD), präventive Kurse wie Yoga und Fitness und Kindertanzkurse angeboten werden. Außerdem werde es Platz für gemeinschaftsfördernde Projekte wie eine Cafeteria, ein Repaircafé für Fahrräder, Sport-Camps für Kinder und kleine Mannschaftsfeiern geben.

Im Neubau wird die Geschäftsstelle des TuS Leopoldshöhe unterkommen und Anlaufstelle für alle Vereinsmitglieder sein. Ehren- und hauptamtliche Arbeiten sollen in einem Mitarbeiterbüro erledigt werden können.

Regierungspräsidentin Bölling erläuterte die Leader-Förderung und betonte den Gemeinschaftsgedanken: „In Leopoldshöhe entsteht ein generationsübergreifender Begegnungsort für die ganze Gemeinde. Der TuS Leopoldshöhe hat Bedarf für diesen Neubau und auch die Bevölkerung, Schulen und externe Organisationen profitieren durch einen barrierefreien Treffpunkt.“ Ein solches Bauprojekt für einen Verein mit mehr als 1.300 Mitgliedern in Eigenregie auf die Beine zu stellen sei weit mehr als ein Hobby, sagte der Vereinsvorsitzender Nils Nagel.

Gemeinsam mit einem engagierten Team habe der lange Weg der Antragstellung, gepflastert mit vielen Stunden Ehrenamtsarbeit, beschritten werden können, sagte Nagel. Ein zweiter Meilenstein, die zu Wochenbeginn erteilte Baugenehmigung, lasse alle Beteiligten der näher rückenden Bauphase optimistisch entgegen blicken. Den Entwurf für das neue Gebäude hat das Leopoldshöher Architekturbüro Busch und Bruck gezeichnet.

Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnten, voraussichtlich im Herbst. Fertig soll das neue Gebäude im Sommer 2027 sein. Es soll über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt werden. Strom soll durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt werden. Das Gebäude soll barrierefrei werden.

Leader ist ein Programm der EU zur Förderung des ehernamtlichen Engagements im ländlichen Raum, das mit Mitteln von Bund und Land ergänzt wird.

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