Kartoffel- und Dreschfest

Die vierjährige Tiana macht eine kleine Verschnaufpause auf dem riesigen Kürbis im Garten des Heimathofes. Fotos: Martin Düsterberg
Die vierjährige Tiana macht eine kleine Verschnaufpause auf dem riesigen Kürbis im Garten des Heimathofes bei einem der vergangenen Kartoffelfeste. Archivfoto: Martin Düsterberg

Am letzten Septemberwochenende auf dem Heimathof

Leopoldshöhe. Die Vorbereitungen laufen bereits. Am Sonntag, 27. September 2026,dreht sich ab 10 Uhr dreht sich auf dem Heimathof alles um „Himmel und Erde – von der Wurzel bis zur Krone“ und um historische Technik, schreibt der Heimatverein in seiner Ankündigung zum Kartoffel- und Dreschfest.

Der Heimatverein Leopoldshöhe richtet in diesem Jahr mit den Treckerfreunden Leopoldshöhe das beliebte Kartoffel- und Dreschfest auf dem Heimathof aus. Die Organisationsteams beider Vereine haben ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das Besucherinnen und Besucher jeden Alters anspricht – von den Kleinsten bis zu den Urgroßeltern.

Kartoffeln, Nistkästen und eine neue Rallye

Der Heimatverein lädt die Kinder dazu ein, Kartoffeln nach altem Brauch mit der Forke auszuwerfen und anschließend zu ernten. Die frisch geernteten Kartoffeln werden gewaschen, mit Lehm ummantelt und anschließend im offenen Feuer gebacken.

Auch das beliebte Nistkastenbauen steht wieder auf dem Programm. Michelle Freund engagiert sich erneut gemeinsam mit den Kindern für die heimischen Vögel. Aus vorgefertigten Bausätzen entstehen dabei neue Eigenheime für die gefiederten Bewohner.

Tischlerin Michelle Freund vom Bauhof Leopoldshöhe (rechts) bot Nistkästen zum selbst Zusammenbauen an. Foto: Thomas Dohna
Tischlerin Michelle Freund (rechts) bietet wie im vergangenen Jahr Nistkästen zum selbst Zusammenbauen an. Archivfoto: Thomas Dohna

Die neue Wagenremise ist inzwischen feierlich eingeweiht. Die dort präsentierten Exponate passen thematisch genau zum Kartoffel- und Dreschfest und laden zu einer Besichtigung ein. Auch das Heimatmuseum ist geöffnet und bietet eine spannende Reise durch die Geschichte der lippischen Heimat.

Neu im Programm ist die Heimathof-Rallye. Schulkinder können gemeinsam mit ihren Eltern und/oder Großeltern den Heimathof mit seinen historischen Gebäuden und seinem Umfeld auf spielerische Weise erkunden. Dabei gilt es, knifflige Fragen zu beantworten und spannende Entdeckungen zu machen. Ganz nebenbei erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel Wissenswertes über den Heimathof, seine Geschichte und seine Bedeutung – damals wie heute.

Beim Sackhüpfen und Kartoffelwettlauf sind anschließend Wendigkeit und Schnelligkeit gefragt.

Viele Hände sind nötig, um die historische Dreschmaschine bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Foto: Thomas Dohna
Viele Hände sind nötig, um die historische Dreschmaschine bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Archivfoto: Thomas Dohna

Ein besonderes erlebnispädagogisches Highlight gibt es: „Vom Korn zum Brot“. Wenn die historische Dreschmaschine auf dem Heimathof rattert, zeigt Theodor Steiling anschaulich, wie aus Getreide schließlich Brot entsteht. Mit historischen Gerätschaften und einem selbstgebauten Mähdrescher gibt er Einblicke in die Arbeitsschritte der Getreideernte und -verarbeitung. Besonders für Kinder wird Landwirtschaft so zum Erlebnis: Sie dürfen die Geräte teilweise selbst ausprobieren und spielerisch erfahren, wo unsere Lebensmittel ihren Ursprung haben.

Historische Trecker in Aktion

Auch die Treckerfreunde fahren im wahrsten Sinne des Wortes wieder groß auf. Ihre teilweise schon seit Jahrzehnten gehegten Schätze – darunter Lanz-Bulldog, Hanomag, Deutz, McCormick & Co. – werden wieder zum Leben erweckt.

Die historischen Maschinen vermitteln einen Eindruck von der Landtechnik vergangener Zeiten und geben Einblicke in eine Epoche, in der die Bewirtschaftung der Felder noch wesentlich mehr körperliche Arbeit und Aufwand erforderte.

Auf dem Acker erntet ein Kartoffelroder Kartoffeln. Foto: Thomas Dohna
Auf dem Acker erntet ein Kartoffelroder Kartoffeln. Archivfoto: Thomas Dohna

Die Kartoffelernte wird mit einem historischen Kartoffelroder demonstriert. Nach dem Auswurf der Kartoffeln dürfen sich Erwachsene und Kinder auf die Suche nach den Knollen machen. Für den Transport der gesammelten Kartoffeln steht ein Kartoffel-Taxi bereit, das die fleißigen Erntehelferinnen und -helfer unterstützt. So kann manche Familie dabei sogar einen kleinen Vorrat für den eigenen Haushalt sammeln.

Auf dem Acker wurden Kartoffeln und Weizen angebaut. Das Ausdreschen der bereits geernteten Weizenähren wird daher ebenfalls wieder zu einem besonderen Programmpunkt. Natürlich dürfen auch die großen Strohballen und die bei Kindern wie Erwachsenen beliebten Rundfahrten mit dem Bulldog nicht fehlen.

Auch die Natur kommt beim Kartoffel- und Dreschfest nicht zu kurz. Claudia Glietz-Ganster und ihr Team vom Hegering Windwehe bringen gemeinsam mit der rollenden Waldschule der Kreisjägerschaft Lippe die Bewohner des Waldes auf den Heimathof.

Viele Tiere des Waldes sind scheu und lassen sich in freier Natur nur selten aus der Nähe beobachten. Bei der rollenden Waldschule können Kinder und Erwachsene die heimischen Wildtiere dagegen aus nächster Nähe kennenlernen – und beispielsweise Dachs oder Rotfuchs einmal „in die Augen schauen“.

Diese zwei Mädchen schauen sich interessiert die ausgestopften Waldtiere des rollenden Waldschule an.
Diese zwei Mädchen schauen sich interessiert die ausgestopften Waldtiere des rollenden Waldschule an. Archivfoto: Thomas Dohna

Auch der NABU Leopoldshöhe ist mit einem interessanten Angebot dabei. Ein Quiz über heimische Vögel dürfte dabei nicht nur die jüngeren Besucherinnen und Besucher herausfordern. Darüber hinaus gibt es viele Informationen über Insekten sowie über Nektar- und Pollenpflanzen.

Für die musikalische Begleitung sorgen die „4 Harmony’s“ mit ihren gewohnt flotten Rhythmen.

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Neben vielfältigen kühlen Getränken gibt es Herzhaftes vom Grill und aus der Pfanne, Süßes aus dem Backofen sowie duftenden Kaffee. Bei der Auswahl der Speisen findet sich damit für jeden Geschmack etwas.

Die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und auf einen abwechslungsreichen Tag mit viel Geschichte, Technik, Natur, Spiel und Unterhaltung für die ganze Familie.

Wichtiger Hinweis zur Anreise mit dem PKW

Da die Zufahrt zum Heimathof während der Veranstaltung gesperrt wird, werden die Gäste gebeten, den Parkplatz am REWE zu nutzen und von dort den ausgeschilderten Fußweg zum Heimathof zu nehmen.

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