
Abiturienten der FFG besuchen die Gedenkstätte Auschwitz
Leopoldshöhe. Tief bewegt hat eine Gruppe der FFG-Abiturientinnen und Abiturienten gemeinsam mit ihren Lehrern Kim Sczeponik, Laura Voßhans und Ulrich Schumann die Gedenkstätte Auschwitz besucht, schreibt die Felix-Fechenbach-Gesamtschule (FFG) in einer Mitteilung.

Fast eine ganze Woche war die Gruppe in Polen unterwegs. Einen Einstieg fanden die Schülerinnen und Schüler bei einem Besuch in der Synagoge Oświęcem, die Stadt, die von den Nationalsozialisten „Auschwitz“ genannt wurde. Mehrfach besichtigt wurde die Gedenkstätte „Auschwitz I – Stammlager“, immer mit anderen Schwerpunkten.
Ging es zunächst um einen Überblick, widmete sich der zweite Besuch den Länderausstellungen, die das Schicksal der Inhaftierten nach ihrem Herkunftsland einordnet. Beim dritten Besuch ging es um Kunst im Lager, in Form von Auftragskunst durch die SS-Schergen oder in Form von Verarbeitung und Dokumentation des Grauens.

Sichtlich beeindruckt war die Gruppe auch von dem Rundgang durch die Gedenkstätte „Auschwitz II – Birkenau“. Hier hielt die Gruppe eine Gedenkzeremonie ab, in der weiße Rosen für die Opfer am zentralen Mahnmal in Auschwitz II – Birkenau abgelegt wurden.
In zahlreichen Reflexionsrunden wurden die intensiven Eindrücke aufgefangen. Dazu gehörte die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema in Form von selbst geschriebenen Texten oder Bildern oder dem Erstellen von Gegenwartsbezügen.
Zum Ende der Fahrt ging es weiter nach Krakau, wo sich die Gruppe über das jüdische Leben dort vor 1933 informierte. Selbst ein Zeitzeugengespräch war möglich.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Holocaust“ hat die Gruppe stark geprägt. Die Schülerinnen und Schüler sind nachdenklich aus Polen zurückgekehrt und wirken nun als Multiplikatoren auf diejenigen, die nicht mitfahren wollten oder konnten.
In der sehr intensiven Woche haben die Schülerinnen und Schüler der Felix-Fechenbach-Gesamtschule viel aus der Vergangenheit gelernt. Sie werden es besser machen als viele Deutsche vor 90 Jahren und einige Deutsche heutzutage: demokratische Teilhabe mit Verantwortungsbewusstsein, Respekt und Toleranz vor Andersdenkenden sowie die Fähigkeit zum Kompromiss – das sind die eigentliche Ziele der FFG-Gedenkstättenfahrt. Sie findet im Oktober 2027 erneut statt.





