Willkommen in der GS Nord

Künstler und Leiter Christoph Cornelius Kollmeier, Marisa Bleymüller, Nilo Asmann, Paul Heuermann, Bufdi Connor Smok, Delstan Khamo vom Familienzentrum Leopoldshöhe,(von links), Marlene Krullmann und Elisa Bleymüller (sitzend von links) arbeiten gemeinsam an der Ausgestaltung des Durchgangs an der Grundschule Nord Foto: Edeltraud Dombert
Künstler und Leiter Christoph Cornelius Kollmeier, Marisa Bleymüller, Nilo Asmann, Paul Heuermann, Bufdi Connor Smok, Delstan Khamo vom Familienzentrum Leopoldshöhe,(von links), Marlene Krullmann und Elisa Bleymüller (sitzend von links) arbeiten gemeinsam an der Ausgestaltung des Durchgangs an der Grundschule Nord. Foto: Edeltraud Dombert

Jugendliche gestalten ein Graffito im Durchgang an der Grundschule

Leopoldshöhe (ED). Ein gutmütiger Hai und eine kleine Biene umrahmen die große Willkommenstafel mit der Aufschrift „Willkommen an der GS Nord“. Zu finden sind sie im Durchgang vom Pausenhof der Grundschule Nord zum Eingangsbereich an der Schulstraße. Gestaltet haben die Fläche die Jugendlichen des Graffiti-Workshops in den Herbstferien. Angeleitet hat sie, wie auch in den beiden Jahren zuvor, der Künstler Christoph Cornelius Kollmeier aus Bielefeld, von allen hier nur Chris genannt.

Marisa und Elisa Bleymüller, Marlene Krullmann, Nilo Asmann und Paul Heuermann, alle zwölf und dreizehn Jahre alt, haben sich zum ersten Mal für den Woirkshop angemeldet. Auf die Frage, warum sie ausgerechnet den Graffiti-Workshop gewählt haben, sind sich alle einig: „Weil der am coolsten war.“

Marlene (rechts) hat die Ausgestaltung der Tafelschrift übernommen. Marisa (vorn) beobachtet den Fortschritt. Foto: Edeltraud Dombert

Drei Tage haben die Jugendlichen jeweils von 12 bis 17 Uhr bereits an der Gestaltung der Durchgangswand gearbeitet. Am ersten Tag wurden Ideen gesammelt. Elisa erläutert: „Wir haben uns jeder drei Sachen überlegt, vorskizziert, alles gesammelt und dann abgestimmt, was wir nehmen wollen.“ Marlene ergänzt: „Wir haben überlegt, was Kinder gerne mögen, wie zum Beispiel Tiere.“ Und das Graffiti sollte natürlich auch einen Bezug zur Schule haben. Die Idee mit der Tafel kam auf. Sie sollte das zentrale Objekt auf der Wand werden und die Aufschrift „Willkommen an der GS Nord“ erhalten. Auch eine kleine Ampel entwarfen die Jugendlichen. Sie soll an die Klassenampeln erinnern, die bei Verhaltensauffälligkeiten im Unterricht zum Einsatz kommen.

Nachdem die Motive ausgesucht waren, übten die Jugendlichen am zweiten Tag den Umgang mit den Spraydosen. Alle hatten zwar schon erste Erfahrungen mit Graffiti im Kunstunterricht gesammelt, aber Sprühtechniken ausprobiert hatte noch niemand.

Paul (links) und Nilo arbeiten am unteren Rand des Graffito. Alle schützen sich mit Masken vor den Sprühdämpfen der Farben. Foto: Edeltraud Dombert
Paul (links) und Nilo arbeiten am unteren Rand des Graffito. Alle schützen sich mit Masken vor den Sprühdämpfen der Farben. Foto: Edeltraud Dombert

An der Gebäudewand wurde die ersten Sprühversuche unternommen „Wir haben eine große Pappe an der Wand befestigt, an der die Jugendlichen die unterschiedlichen Sprühtechniken ausprobieren konnten,“ sagt Delstan Khamo vom Familienservicebüro, die das Projekt begleitet. Kollmeier leitet die Jugendlichen an und gibt Tipps: „Die sind alle sehr interessiert und es macht viel Spaß, mit der Gruppe zu arbeiten. Nach der Buchstabenlehre haben wir uns noch ein wenig intensiver mit Licht und Schattenwurf bei den einzelnen Objekten beschäftigt.“

Die großen Vorskizzen an der Wand hat Kollmeier mit hellen Sprühlinien vorbereitet, damit es am dritten Tag an die Ausgestaltung der Flächen gehen kann.

Am Donnerstag, dem vorletzten Tag des Workshops ist schon viel zu sehen, der Hai und die Biene sind nahezu fertig gesprüht. Die kleine Ampel ist vorskizziert. Die Tafel als zentrales Motiv ist schon gut zu erkennen, die Aufschrift muss noch ausgearbeitet werden. Alle sind zuversichtlich, dass sie die Wandgestaltung bis zum Ende des Workshops am kommenden Tag fertig gestellt bekommen.

Wie in den vergangenen Jahren wurden die Wände vom Maler vorbereitet. „Auf dem Untergrund halten die Sprühfarben nahezu unbegrenzt, regelmäßige Instandhaltung ist da nicht nötig“ sagt Christoph Cornelius Kollmeier. Die Jugendlichen haben sich also im wahrsten Sinne des Wortes an der Wand verewigt.

In diesem Jahr hat der Kreis Lippe im Rahmen des vierten Kinder- und Jugendförderplans das Projekt finanziert. Wenn es nach Delstan Khamo geht, dann gibt es eine Neuauflage im nächsten Jahr, auch ein Sommerprojekt wäre vorstellbar.

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