Bürgermeister Schemmel wendet sich an die Leopoldshöher

Bürgermeister Gerhard Schemmel

Leopoldshöhe (ted). Bürgermeister Gerhard Schemmel wendet sich an die Leopoldhöher Bürger und fordert sie auf, sich konsequent an die Regeln im Umgang mit der Corona-Krise zu halten. Hier sein Schreiben:

Liebe Leopoldshöherinnen und Leopoldshöher,

das neuartige Corona-Virus hält uns alle in Atem und überschattet seit den letzten Wochen unser gesamtes Handeln und Denken nicht nur in Leopoldshöhe, sondern weltweit. Niemand hätte sich noch vor wenigen Tagen vorstellen können, unter welchen Herausforderungen wir heute stehen und unter welchen Einschränkungen wir unser Leben organisieren müssen.

Kinder können nicht in die Schule oder in die KiTa gehen, nahezu alle gemeindlichen Einrichtungen sind geschlossen und Veranstaltungen wurden abgesagt um das Virus weiter einzudämmen. Seit 2 Tagen ist ein Großteil unserer Geschäfte geschlossen und zu der Angst vor dem Virus kommt jetzt bei vielen noch die Angst um die eigene wirtschaftliche Existenz hinzu.

Es bedrückt mich sehr, dass ich als Ihr Bürgermeister in den letzten Tagen Dinge mit auf den Weg bringen musste, die zur Gesundheitsprävention zwar unerlässlich sind, in ihren wirtschaftlichen und persönlichen Auswirkungen aber vielen Menschen existentielle Sorgen und Nöte bereiten.  Diese Situation verlangt uns allen vieles ab, Sorgen und Fragen bestimmen in diesen Tagen die Gedanken von uns allen.

Es betrübt mich auch, dass wir auf persönliche Kontakte und Nähe, die uns an sich ja Halt und Sicherheit geben würden, in dieser Krise umso mehr verzichten müssen. Denn unser Ziel ist es ja, die Zahl der Neu-Erkrankungen in den kommenden Wochen möglichst gering zu halten. Und darum appelliere ich heute bei allem Verständnis für die Sehnsucht nach Nähe umso eindringlicher an Sie alle: Halten Sie im Umgang mit ihren Lieben und Freunden die bekannten Vorsichtsregeln umso konsequenter ein, je mehr Ihnen diese am Herzen liegen!  

Denken Sie in diesen Tagen bitte auch an die Menschen in unserer Gemeinde, die unter einer Vorerkrankung leiden oder ein geschwächtes Immunsystem haben. Für sie wäre das Virus   lebensgefährlich und die Wahrscheinlichkeit, eine Behandlung in einem unserer ohnehin schon strapazierten Krankenhäuser zu erfahren, fast unausweichlich. Deshalb müssen wir im Moment alles dafür tun, die Risiken einer Ansteckung und Verbreitung des Virus zu minimieren.

 Mir ist bewusst, dass die jetzige Krise und die damit verbundenen Maßnahmen für die Wirtschaft, für große wie kleine Unternehmen, für Geschäfte, Cafés, Restaurants eine sehr schwere Zeit darstellt.   Kaufen Sie jetzt nicht gleich alles online ein, was noch ein paar Wochen Aufschub haben könnte. Bedenken Sie auch, dass viele Geschäftsinhaber auf Bestellung auch einen Lieferservice organisiert haben.

Liebe Leopoldshöherinnen und Leopoldshöher,
die Lage ist wirklich ernst. Niemand darf die Gefahren einer Pandemie jetzt klein reden. Und doch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass bis auf wenige Ausnahmen die verfügten Einschränkungen und Verhaltenshinweise von unserer Bevölkerung weitestgehend beachtet werden. Seien wir also weiterhin vernünftig, achtsam mit uns selbst und aufmerksam gegenüber unseren Nächsten.  Ich bin überzeugt: Gemeinsam und solidarisch werden wir auch die schwierigen nächsten Wochen durchstehen und bewältigen.

Bleiben Sie behütet und gesund!

Ihr

Gerhard Schemmel
Bürgermeister

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