Parkverstöße werden stärker kontrolliert

Pieper Verwarnung

Fürs Foto: Heinz Dieter Pieper hat sein Auto so postiert, wie es seine Töchter während eines Besuches bei ihm taten. Sie kassierten Verwarngelder und wunderten sich über Formulierungen in einem Brief der Gemeindeverwaltung. Foto: Thomas Dohna

Heinz Dieter Pieper ärgert sich über den Verdacht, gelogen zu haben.

Nienhagen (ted). Die Gemeindeverwaltung kontrolliert parkende Autos stärker als früher. Das haben Heinz Dieter Pieper und seine Töchter gemerkt. Eines Tages hing ein Knöllchen am Auto der Töchter, am nächsten Tag ein zweites. Sie erhoben Einspruch und waren mit der Antwort der Gemeindeverwaltung gar nicht zufrieden.

Anders als viele Siedlungsstraßen in Leopoldshöhe ist die Weststraße in der sogenannten VdK-Siedlung in Nienhagen vergleichsweise breit. Zwei Fahrzeuge passen problemlos aneinander vorbei, an einer Seite befindet sich ein breiter Parkstreifen. Auf dem hatten die Pieper-Töchter ihr Auto abgestellt. Es stand in der falschen Fahrtrichtung. Das bemerkten die Ordnungsbeamten der Gemeinde bei ihrer Streife durch die Siedlung. Da die Töchter am Wochenende zu Besuch waren, stand das Fahrzeug am nächsten Tag immer noch dort. Die Ordnungsbeamten schrieben ein zweites Knöllchen. Gegend diesen Verwarngeldb…

Ein Kommentar

  • Peter Ueding

    Betr.: LeoNachrichten vom 11.4.2020 Kontrolle bei Parkverstößen

    So ist die Regel: Wer sein Auto falsch parkt, der kann ein Knöllchen bekommen – auch in Leopoldshöhe.
    Der Bürgermeister hat die Richtung vorgegeben:
    Kraut-und-Rüben-Parken soll verhindert, Rettungswege freigehalten werden. Der in den Leopoldshöher Nachrichten veröffentlichte Artikel ist m. E. ein schönes Beispiel dafür, wie einfach man sinnvolle Ziele konterkarieren kann.
    Es gibt ja wirklich Behinderungen von Rettungsfahrzeugen, genauso wie vollgeparkte Rad- und Gehwege. Aber warum wird in der Weststraße eingeschritten, wo das alles nicht zutrifft? Und noch dazu an zwei aufeinander folgenden Tagen. Tatbestand: Parken in falscher Richtung auf einem Parkstreifen. Das ist zweifelsfrei nicht korrekt, aber wenn das Ordnungsamt alle vergleichbaren oder gar schwereren Verstöße so konsequent verfolgen wollte, müsste das Personal wohl aufgestockt werden.
    Mit welchen Unterstellungen wird von Amts wegen gearbeitet, wenn angedroht wird, man werde zukünftig als Beweismittel die „ Ventilstände der Räder fotografieren“. Da fehlt es offensichtlich an Augenmaß.
    Falls die Ordnungshüter nicht ausgelastet sein sollten, möchte ich einen Wunsch zu einem Delikt äußern, das mindestens so schwer wiegt wie „Parken in falscher Richtung auf einem Parkstreifen“: Es geht um die (wenigen) Hundehalter, die ihren Lieblingen zuschauen, wenn sich diese auf dem Weg oder direkt daneben entleeren, die aber nicht im Traum daran denken die Kacke zu entsorgen. Dürfte fotografiert werden, man würde ganz entspannte Menschen sehen.