Leopoldshöher Nachrichten


Wassergebühren bleiben stabil

Hochbehälter
Bauingenieur Detlef Moldenhauer erläuterte im vergangenen Jahr Politikern und Verwaltungsleuten, wie der kleine Hochbehälter am Fresenberg saniert wird. Archivfoto: Thomas Dohna

Kämmerin gibt keine Garantie für die Zukunft

Leopoldshöhe (ted). Das ist ‘mal eine gute Nachricht: Die Abwassergebühren und der Wasserpreis sollen für 2022 gleichbleiben. Ob das für die Zukunft so bleiben wird, ist unsicher, denn in den vergangenen Jahren und auch jetzt investiert das Wasserwerk in seine Infrastruktur.

Im Betriebsausschuss für die Eigenbetriebe der Gemeinde legte Kämmerin Karin Glöckner die Kalkulationen für das kommende Jahr vor. Die Frischwassergebühr wurde für 2018 auf Grundlage der bisherigen Kalkulation neu berechnet. Aus der Berechnung ergab sich ein Nettopreis pro Kubikmeter in Höhe von 1,45 Euro zuzüglich sieben Prozent Umsatzsteuer, was dann einen Bruttopreis von 1,55 Euro ausmacht. Die Kalkulation für 2022 ergibt nach den aktuellen Planungen wie bereits bei den Kalkulationen 2019, 2020 und 2021, eine unveränderte Gebühr, heißt es in der Vorlage der Gemeinde für die Ausschussmitglieder.


Ganz ähnlich verhält es sich bei der Abwassergebühr. Auf Grundlage der bisherigen Kalkulation ergebe sich nach den aktuellen Planungen für den Wirtschaftsplan 2022 eine unveränderte Gebühr. Eine Gebührenanpassung erfolge im Jahr 2022 nicht, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Für die Beseitigung des Regenwassers werden damit 2022 weiterhin 1,04 Euro pro Kubikmeter fällig, für das Schmutzwasser 3,98 Euro pro Kubikmeter. Die Mengen errechnen sich beim Regenwasser aus der überbauten Fläche, beim Schmutzwasser aus der bezogenen Trinkwassermenge.

Eine Garantie für auch in den kommenden Jahren gleichbleibende Preise und Gebühren will Kämmerin Karin Glöckner im Gespräch mit den Leopoldshöher Nachrichten (LeoN) nicht geben. Vor allem das Wasserwerk hat in den vergangenen Jahren viel investiert. Die Kosten für den Umbau der Wasserversorgung wegen des Neubaus der B66 in Asemissen kann das Wasserwerk nicht vollständig auf Land und Bund abwälzen. Im vergangenen Jahr hat das Wasserwerk den kleinen Hochbehälter am Freesenberg saniert. Zurzeit läuft die Sanierung des großen Hochbehälters, wie Dirk Puchert-Blöbaum als technischer Leiter des Wasserwerkes den Ausschussmitgliedern mitteilte. Das sei nach 40 Jahren notwendig.

Diese Investitionen seien noch nicht vollständig abgerechnet, sagte Glöckner im Gespräch mit den LeoN. Erst dann würden sie über die Abschreibungen in die Kalkulation des Wasserpreises einfließen. Sie könnten dann möglicherweise zu Erhöhungen führen.