Leopoldshöher Nachrichten


Küster und Trompeter gestorben

Trompeter Klaus Riedel bereitet sich an Weihnachten 2020 auf seinen Einsatz vor und steht schon im Korb der Feuerwehr-Drehleiter. Der ehemalige Küster der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Leopoldshöhe ist vor wenigen Tagen gestorben. Archivfoto: Thomas Dohna

Klaus Riedel blies von der Feuerwehrleiter

Leopoldshöhe (ted). In der Kirche konnten keine Weihnachtslieder gespielt werden, der Corona-Pandemie wegen. Zwei Mal, an zwei Jahren hintereinander, blies Klaus Riedel vom Korb der Feuerwehr-Drehleiter herab Weihnachtslieder. Riedel ist vor wenigen Tagen im Alter von 67 Jahren gestorben.

Riedel war von 1979 bis 2013 Küster der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Leopoldshöhe. sei jahrelanger Dienst sei für ihn nicht nur Beruf, sondern Berufung gewesen, schreibt der Kirchenvorstand in einem Nachruf. Mit großem Engagement habe er sich um die Belange der Kirche und des Gemeindelebens gekümmert

Riedel habe Freude am Umgang mit Menschen jeden Alters gehabt. Auch nach dem Eintritt in den Ruhestand sei er eng mit der Kirchengemeinde verbunden gewesen. Er habe mit Hingabe Trompete gespielt, auf Kinderfreizeiten gekocht und sich im Café 104 engagiert. „Wir danken ihm für seinen treuen und zuverlässigen Dienst“, heißt es im Nachruf.

Sein Trompetenspiel ist an den Weihnachtstagen 2020 und 2021 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Als Ersatz für die abgesagten Heiligabend-Gottesdienste in der Leopoldshöher Kirche blies Riedel vom Korb der Feuerwehr-Drehleiter herab Weihnachtslieder. Dazu waren viele Leopoldshöher auf den Marktplatz gekommen, um mitzusingen.