Die 40. Hilfe rollt in die Ukraine

Der Transport der Ukraine-Hilfe ist am 18. April 2026 gestartet. Foto: Privat
Der Transport der Ukraine-Hilfe ist am 18. April 2026 gestartet. Foto: Privat

Transport ist unterwegs

Leopoldshöhe/Kreis Lippe/Bielefeld. Ein bedeutender Meilenstein – und zugleich ein Anlass, der nachdenklich stimmt: Der 40. Hilfstransport der Ukrainehilfe Lippe und Bielefeld ist auf den Weg gebracht worden. Was einerseits als Jubiläum gewürdigt werden kann, steht andererseits im Schatten eines weiterhin andauernden Krieges, der nun seit vier Jahren unermessliches Leid über die Menschen in der Ukraine bringt. Tägliche Bomben- und Drohnenangriffe zerstören Infrastruktur, bedrohen Leben und prägen einen Alltag, der von Angst und Unsicherheit bestimmt ist, heißt es in einer Mitteilung der Initiative.

Gerade vor diesem Hintergrund setzt die Initiative mit ihrem Engagement ein Zeichen der Solidarität. Mit großer Anteilnahme und beeindruckender ehrenamtlicher Einsatzbereitschaft bringen die Helferinnen und Helfer ihre Verbundenheit mit den Menschen in den betroffenen Regionen zum Ausdruck.

Der aktuelle Transport steht exemplarisch für diese Unterstützung: Ein vollständig beladener Lkw mit einem Ladungsgewicht von 15,2 Tonnen ist auf dem Weg in die Ukraine. Geladen wurden unter anderem medizinische Hilfsmittel, Gehhilfen und Rollstühle, dringend benötigte Medikamente, Verbandsmaterialien sowie Pflegemittel. Darüber hinaus umfasst die Lieferung gut erhaltene Kleidung – insbesondere für Kinder –, Lebensmittel, Spielzeug, Werkzeuge sowie mehr als 300 Feuerlöscher, Rettungswesten, Geschirr und Möbel und einen Anhänger.

Diese Menge an Hilfsgütern ist das Ergebnis einer großen Welle der Hilfsbereitschaft: Zahlreiche Privatspenderinnen und -spender sowie Unternehmen aus der Region Ostwestfalen-Lippe haben dazu beigetragen. Besonders erwähnenswert ist dabei die regelmäßige Unterstützung der Firma PVM für zahlreiche Rollatoren und Rollstühle, aber auch die Firma Niestrath für die Feuerlöscher und Firma GIB-Pharma für fünf Paletten Salben und Medikamente. “Ohne dieses Netzwerk wäre ein Transport in dieser Größenordnung nicht möglich gewesen”, heißt es in der Mitteilung.

Passend zu dem Jubiläum waren zudem die ukrainischen Partner Sergej Dworsky und seine Frau Mariya aus Kiew angereist, um persönlich den Dank und die große Anerkennung der ukrainischen Freunde für die anhaltende Hilfe und Unterstützung auszusprechen.

Die Organisatoren der Ukrainehilfe, Martin Betge und Gerhard Schemmel, geben diesen Dank daher auch an die vielen engagierten Ehrenamtlichen weiter, die mit ihrem Einsatz bereits den dritten Transport in diesem Jahr realisiert haben. Ihr Engagement sei ein tragender Pfeiler der kontinuierlichen Hilfe.

Am Zielort in der ukrainischen Kreisstadt Kostopil, wird die Lieferung bereits erwartet. Dort übernimmt Nataliya Didenko mit ihrem Team der Organisation „Hands of Hope and Care“ die Verteilung der Hilfsgüter. Durch eine sorgfältige Dokumentation stellt das Team sicher, dass jede einzelne Spende transparent und zielgerichtet bei den Menschen ankommt, die sie am dringendsten benötigen.

„Die Lage der Bevölkerung ist weiterhin bedrückend und ein Ende leider überhaupt nicht absehbar“, betonen die Koordinatoren der Ukrainehilfe. „Die Zahl der auf Hilfe angewiesenen Menschen nimmt rapide zu. Deshalb wollen wir auch weiterhin dazu beitragen, die Not zu lindern und den Alltag zumindest ein Stück weit zu normalisieren.“

Neben dem großen Dank für die bisherige Unterstützung richtet sich daher auch ein erneuter Appell an die Öffentlichkeit: Die Hilfe wird weiterhin dringend benötigt – sowohl in Form von Geld- als auch von Sachspenden.

“Denn jede Unterstützung zählt. Mit jedem Paket, jeder Spende und jeder helfenden Hand wird ein starkes Zeichen gesetzt: Wir lassen die Menschen in der Ukraine nicht allein!”, heißt es in der Mitteilung.

Kontakt für Rückfragen und Spendenkoordination:
Martin Betge – Tel. 0176 20523220
Gerhard Schemmel – Tel. 0171 5325393

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