BFL gegen den Umbau einer Bushaltestelle

An der Eckendorfer Straße steht ein Krötenzaun (rechts). Damit soll verhindert werden, dass Amphibien während ihrer Wanderung im Frühjahr massenhaft überfahren werden. Archivfoto: Thomas Dohna
An der Eckendorfer Straße steht ein Krötenzaun (rechts). Damit soll verhindert werden, dass Amphibien während ihrer Wanderung im Frühjahr massenhaft überfahren werden. Archivfoto: Thomas Dohna

Bürgeranträge im Ausschuss für Straßen, Verkehr und Umwelt

Leopoldshöhe (ted). Es geht um Verkehrsberuhigung und Kröten sowie um die Bushaltestelle Am Plaßgraben. Der Ausschuss für Straßen, Verkehr und Umwelt wird sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 29. April 2026, mit einigen Bürgeranträgen befassen.

Im ersten Bürgerantrag fordern Anwohner der Straße „Am Moshagen“, den Durchgangsverkehr zu unterbinden und die Straße in eine Sackgasse umzuwandeln. Die Antragsteller verweisen auf eine zunehmende Verkehrsbelastung und Sicherheitsrisiken, insbesondere für Kinder und ältere Menschen.

Ein weiterer Antrag kommt von Anwohnern des Schwalbenwegs. Die Anwohner wünschen sich Maßnahmen, um die gefahrenen Geschwindigkeiten zu reduzieren und so die Wohnqualität zu verbessern.

Der Naturschutzbund Leopoldshöhe möchte erreichen, dass der Bauhof der Gemeinde die Amphibienschutzzäune rechtzeitig vor dem Beginn der Krötenwanderung aufstellt. Bisweilen würden die Zäune erst nach der Wanderung aufgestellt. Kröten und andere Amphibien wandern in jedem Frühjahr zu ihren Laichgewässern. Oft müssen sie dafür in den Dämmerungsstunden Straßen queren. Amphibienschutzzäune verhindern, dass die Tiere auf die Straßen laufen und dort unter den Reifen von Kraftfahrzeugen verenden. Die Straßenbaulastträge sind gesetzlich verpflichtet, die Amphibien zu schützen.

Die Bushaltestelle „Felix-Fechenbach-Straße / Am Plaßgraben“ soll nach den Vorstellungen der Verwaltung zu einem Knotenpunkt umgebaut werden. Damit folgt sie einem Vorschlag des Zweckverbandes Nahverkehr WestfalenLippe (NWL). 90 Prozent der Kosten übernimmt der NWL, zehn Prozent, gut 43.000 Euro, die Gemeinde. So hat es der Gemeinderat in seinem Haushaltsbeschluss festgelegt. Die Fraktion „Bürger für Leopoldshöhe“ will, dass die Haltestelle weder verlegt noch umgebaut wird.

Die Sitzung des Ausschusses ist öffentlich und findet am Mittwoch, 29. April 2026, ab 18 Uhr im Sall des Rathauses statt.

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