SPD nominiert Landtagskandidaten

Die lippischen Landtagsabgeordneten (von links) Alexander Baer, Ellen Stock und Dennis Maelzer kritisieren die Vorhaben der Landesregierung, die Landesmittel für Ehrenamtliche im Sport zu kürzen. Foto: SPD/Patrick Bockwinkel
Die lippischen Landtagsabgeordneten (von links) Alexander Baer, Ellen Stock und Dennis Maelzer sind von ihrer Partei als Kandidaten für die Landtagswahl im Frühjahr 2027 nomminiert worden. Foto: SPD/Patrick Bockwinkel

NRW wählt im Frühjahr 2027

Kreis Lippe (ted). Mit klaren Ergebnissen hat die SPD in Lippe ihre personellen Weichen für die Landtagswahl 2027 gestellt. In drei Wahlkreisen bestätigten die Delegierten ihre bisherigen Abgeordneten – Alexander Baer, Dennis Maelzer und Ellen Stock – jeweils mit deutlichen Mehrheiten.

In Kalletal erhielt Alexander Baer 100 Prozent der Stimmen. Der 36‑Jährige, der seit 2022 im Landtag sitzt, soll den Wahlkreis Lippe II – Herford III erneut direkt gewinnen. 

Baer, früher Finanz- und Immobilienfachmann in Lemgo, ist heute haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. In seiner Rede betonte er seine Verwurzelung in der Region: Trotz voller Terminkalender sei er „immer noch der gleiche Alex aus Lemgo“.

Für den Wahlkreis Lippe III bestätigten im Detmolder Sommertheater mehr als 50 Delegierte den langjährigen Abgeordneten Dennis Maelzer mit über 94 Prozent der Stimmen. Der Familienpolitiker geht damit in seinen fünften Landtagswahlkampf.

Maelzer betonte seine Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern: Politik sei kein Bürojob, sondern lebe vom Austausch – „ob beim Kaffee, am Roten Grill oder in der Spielplatzsprechstunde“. 

Inhaltlich kritisierte er die Landesregierung scharf, insbesondere beim Kita-Gesetz und der Personalsituation in Bildungseinrichtungen. Familien müssten stärker in den Mittelpunkt rücken, sagte er.

Auch im Wahlkreis Lippe I setzt die SPD auf Kontinuität: Die Delegierten nominierten Ellen Stock erneut. Die Lagenserin sitzt seit 2017 im Landtag und engagiert sich besonders für bezahlbares Wohnen sowie Digitalisierung im Baubereich.

Stock berichtete von Gesprächen auf Wochenmärkten, in denen Begeisterung über das regionale Angebot, aber auch Sorgen über steigende Kosten geäußert worden seien. „Es geht um Respekt vor harter Arbeit. Familien müssen sich ihr Leben leisten können“, sagte sie.

Mit den drei Nominierungen zeigt sich die SPD Lippe geschlossen und entschlossen, 2027 wieder stärker in Nordrhein-Westfalen mitzuregieren. 

„Lasst uns die Grundlage dafür schaffen, dass die SPD 2027 wieder die Kraft wird, die dieses Land sozial, gerecht und mutig gestaltet“, sagte Katrin Freiberger, Kreisvorsitzende der SPD.

Alle drei Kandidierenden kündigten an, den Wahlkampf sofort aufzunehmen und sich weiterhin eng an den Anliegen der Menschen in ihren Wahlkreisen zu orientieren.

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