
Treckerfreunde bieten Landwirtschaft zum Anfassen
Leopoldshöhe. Knatternde Motoren, der Duft frisch bearbeiteter Erde – und mittendrin begeisterte Kinder: Die Treckerfreunde haben ihren Kartoffelacker in einen Lern- und Erlebnisort verwandelt. Mit historischem Gerät und viel Engagement zeigen sie, wie sich Tradition und moderne Bildungsarbeit verbinden lassen, schreibt der Verein in einer Mitteilung.
Seit Jahren widmet sich die Gruppe der Restauration und Pflege alter Landmaschinen. Doch ihr Anspruch geht längst darüber hinaus. Mit praxisnahen Projekten rund um traditionelle Landwirtschaft schaffen die Treckerfreunde direkte Einblicke in regionale Wertschöpfung – besonders für Kinder und junge Familien, heißt es weiter.

Ein zentraler Termin im Jahresverlauf ist die Frühjahrsbestellung des Ackers. In diesem Jahr waren fünf Oldtimer-Traktoren im Einsatz, um den Boden optimal vorzubereiten. Grubbern, Walzen und Fräsen sorgten für beste Bedingungen, bevor die eigentliche Pflanzarbeit begann.
Mit einer historischen Pflanzmaschine, montiert auf einem alten Fendt-Geräteträger, setzten die Helfer rund 200 Kilogramm Saatkartoffeln in die Erde – ganz wie früher.

Der eigentliche Höhepunkt folgte jedoch im Anschluss: Die demnächst schulpflichtigen Kinder der Kita „Kleine Strolche“ durften selbst aktiv werden. Auf einer eigens vorbereiteten Parzelle pflanzten sie ihre Kartoffeln von Hand – und erlebten Landwirtschaft unmittelbar und mit allen Sinnen.
„Wir wollen Kindern zeigen, wo unsere Lebensmittel herkommen – und sie selbst mit anpacken lassen“, sagt der Vorsitzende der Treckerfreunde, Gerhard Schemmel. „So entsteht ein Verständnis für Natur, Wachstum und nachhaltige Landwirtschaft, das kein Klassenzimmer allein vermitteln kann.“
Das Konzept geht auf: Der Kartoffelacker wird zum Lernort, an dem Wissen nicht nur vermittelt, sondern erlebt wird. Wenn im Herbst die Ernte ansteht, zeigt sich der Erfolg des Projekts ganz konkret – nicht nur in gefüllten Körben, sondern auch in strahlenden Gesichtern und neu gewonnenem Wissen.



