
Ausschuss erarbeitet Alternative
Leopoldshöhe (ted). Aus der Bushaltestelle Am Plaßgraben soll ein Knotenpunkt werden. So schlägt es der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) vor. Dagegen wendete sich die Fraktion „Bürger für Leopoldshöhe“ mit einem Antrag.
Alles begann vor etlichen Jahren mit einem Antrag der SPD-Fraktion. Die empfand die Stelle, an der die Bushaltestelle an der Felix-Fechenbach-Straße ist, als gefährlich – zumindest in Fahrtrichtung Windwehe. Dort ist nur ein schmaler Bankettstreifen zwischen Fahrbahn und Böschung. Außerdem müssen die Fahrgäste die Kreisstraße queren.
Verschärft hat sich die Situation, seitdem der Kreis das Ortseingangsschild „Leopoldshöhe“ kurz von den sogenannten Schulkreisel versetzte. Immerhin setzte er in Höhe der Haltestelle die erlaubten Geschwindigkeit auf 50 Kilometer in der Stunde herab.
Die SPD wollte das ändern und schlug eine Verlegung vor. Damals schon war klar, dass ein Umbau an der Stelle nicht möglich sein würde, weil der Eigentümer des angrenzenden Ackers keinen Zentimeter des dafür nötigen Landes würde abgeben wollen. Die Nachfrage Martin Betges (BFL) beim Eigentümer bestätigte das, wie Betge in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses berichtete.
Nach Vorstellungen der SPD sollte die Haltestelle um einige Meter südlich verschoben werden, um dort Bushäuschen und möglicherweise einen sicheren Übergang bauen zu können. Die Verwaltung stellte die Idee dem NWL vor. Der dachte darüber nach und trat mit einen ganz neuen Idee auf den Plan.
Die Bushaltestelle solle als Knotenpunkt für mehrere Buslinien ausgebaut werden, außerdem solle der Fahrradverkehr über eine Abstellstation an die Haltestelle angebunden werden. Das Ganze sollte rund 430.000 Euro kosten. Zehn Prozent davon müsse die Gemeinde selbst tragen. Während der Haushaltsberatungen stellte die Gemeinde den Eigenanteil bereit.
Die BFL wollte das so nicht hinnehmen. Sie schlug im Großen und Ganzen die SPD-Lösung vor, auch mit dem Argument, dass es im Umfeld der NWL-Lösung weitere sechs Bushaltestellen gebe. Während der Diskussion im Verkehrsausschuss ließ die BFL sich allerdings davon überzeugen, dass diese Lösung nicht gangbar sein würde. Außerdem seien von den sechs Bushaltestellen einige nur Bedarfshaltestellen, sagte Dirk Puchert-Blöbaum, Fachbereichsleiter Bauen-Planen-Ordnung der Gemeindeverwaltung.
Betge schlug daraufhin vor, nicht beide Seiten der neuen Bushaltestelle auszubauen, sondern nur die, die an der Seite der Fahrtrichtung Windwehe. Die Bushaltestelle an der anderen Fahrtrichtung in Höhe der Straße Am Plaßgraben solle bleiben. Klaus Droste (SPD) schlug der BFL vor, dass sie ihren Antrag zurückziehen und die Fraktionen über diese Lösung beraten sollen. Andreas Brinkmann (SPD) konnte dem etwas abgewinnen. Klaus Fiedler (CDU) verwies auf die Tatsache, dass der Verwaltungsvorschlag ja noch kein Beschluss sei.
Betge zog daraufhin den Antragt der BFL zurück. Der neue Vorschlag sei vielleicht eine gute Diskussionsgrundlage. Fachbereichsleiter Puchert-Blöbaum sagte zu, den Vorschlag in die Gespräche mit dem NWL mitzunehmen.



