
Die SPD-Nord hat gewählt
Leopoldshöhe (ted). Nach 18 Jahren ist Christian Kühnel vom Vorsitz des SPD-Ortsvereins Nord zurückgetreten. Sein Nachfolger ist Klaus Droste. Während der Jahreshauptversammlung ehrte Kühnel einen seiner Vorgänger für dessen langjährige Mitgliedschaft.
In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte Kühnel an die Kommunalwahl. Drei Ratskandidaten haben die SPD-Nord „durchgebracht“, leider nicht alle Direktkandidaten, „in Ortsteilen, wo es um die Windkraft ging“, sagte Kühnel.
In der Aussprache zu Kühnles Bericht zeigten sich Parteimitglieder unzufrieden mit dem Auftreten des Ortsvereins in der Öffentlichkeit. Der Ortsverein bilde sich über Sachverhalte der Kommunalpolitik zu selten eine Meinung, zum Beispiel bei der Diskussion um die Kindertagesstätte Greste.
Die hatte die Verwaltung im Oktober 2025 nach einem Schaden an einer Zwischendecke mit Verweis auf sinkenden Anmeldezahlen in ganz Leopoldshöhe und auf die Haushaltslage der Gemeinde schließen wollen. Proteste aus Elternschaft und Bevölkerung bewegten die Fraktionen im Rat, die immer noch mögliche Schließung aufzuschieben und einen Arbeitskreis einzusetzen, der die Kindertagesstättenlandschaft in ganz Leopoldshöhe untersuchen soll.
Ein zweites Thema, zu dem sich der Ortsverein zu keiner Meinung habe durchringen können, sei die Abwahl des damaligen stellvertretenden Bürgermeisters Andreas Brinkmann (SPD) im Sommer 2025 gewesen. Die hatte Bürgermeister Martin Hoffmann (SPD) betrieben. Es habe keine Einigung im Ortsvereinsvorstand gegeben, berichtete Kühnel. Deswegen habe es keinen Beschluss dazu gegeben.
Mitglieder sprachen auch eine mögliche Vereinigung der SPD-Ortsvereine Nord und Süd an. Befürworter sehen Vorteile in einer höheren Schlagkraft der vereinigten Ortsvereine. Die Ablehner sehen gerade in der Vereinigung eine Schwächung der Partei.
Inzwischen habe sich die Situation verändert, stellte ein Sozialdemokrat fest. Der Ortsverein Süd habe inzwischen einen neuen Vorstand gewählt. Es sei ganz klar für den Erhalt der beiden Ortsvereine. Das sichere kurze Wege zur Partei und ihren gewählten Vertretern. „Dafür ist die SPD so strukturiert worden“, sagte er. Eine Vereinigung sei aus seiner Sicht nicht klug.
Kühnel sprach die aus seiner Sicht überschaubare Zahl von Aktiven in der Partei an. Viele Gremien seien von immer denselben Leuten besetzt.
Als seine vorletzte Amtshandlung als Vorsitzender ehrte Kühnel langjährige Mitglieder. Unter ihnen ist Horst tom Suden, der 50 Jahre Mitglied ist und den Ortsverein viele Jahre führte. Seine Frau Ulrike tom Suden ist 40 Jahre dabei, wie auch Paul und Jürgen Weitenhofer sowie Arndt Brinkmann.
Nach 18 Jahren gab Kühnel den Vorsitz auf. Er wolle sich auf seine Aufgaben als Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultur des Gemeinderates konzentrieren. Außerdem habe er den Vorsitz des Arbeitskreises Kindertagesstätten inne. Die Mitglieder wählten Klaus Droste zu Kühnels Nachfolger. Droste war in der vergangene Wahlperiode Mitglied des Rates und scheiterte mit seiner Kandidatur. Sein Wahlkreis ist einer der „Windkraft-Wahlkreise“.
Sein Stellvertreter und Schriftführer des Ortsvereins bleibt Ralf Grünert. Maic Banze bleibt Kassierer. Beisitzer sind Peter Ueding, Andreas Brinkmann, Arndt Brinkmann, Alfred Ebner, Christian Kühnel und Bernd Hoffmann.



