Leos Kino Filmtipp

Leos Kino-Aktiver Ulrich Schumann weist auf gute Filme hin. Foto: Edeltraud Dombert/Montage: Thomas Dohna
Leos Kino-Aktiver Ulrich Schumann weist auf gute Filme hin. Foto: Edeltraud Dombert/Montage: Thomas Dohna

Wiedersehen mit Lord Helmchen

Von Ulrich Schumann

Zum 100. Geburtstag von Mel Brooks kommt „Spaceballs“ noch einmal zurück ins Kino / ein Filmtipp mit Leos Kino

Dass die 1980er eine rein sorglose und friedliche Zeit waren, stimmt sicherlich nicht. Auch wenn das in letzter Zeit oft kolportiert wird. Dass die 1980er aber hemmungslos und überschwänglich sein konnten, ist sicher richtig. Bester Beweis ist die Science-Fiction-Parodie „Spaceballs“, die zum 100. Geburtstag des Regisseurs Mel Brooks noch einmal in die Kinos kommt. Am 16. Juni 2026 ist der Film im Lichtwerk zu sehen und wer das nicht schafft, findet Lord Helmchen und Co. rund um die Uhr bei diversen Streaming-Diensten.

An den Film erinnert sich fast jeder und so ist die Handlung schnell erzählt: Der Planet Spaceballs hat zu wenig Luft, man atmet über „Perri-Air-Dosen“. Im Auftrag von Präsident Skroop (Mel Brooks) entführen Colonel Sandfurz und Lord Helmchen (Rick Moranis in der Rolle seines Lebens) Prinzessin Vespa. Man will so den Planeten Druidia erpressen, um an den rettenden Sauerstoff zu kommen. Doch auf Druidia beauftragt man Lone Starr (Bill Pulman) mit einer Befreiungsaktion. Der schnappt sich den Möter Waldi (halb Mensch, halb Köter) und das Abenteuer beginnt.

Mit hemmungsloser Albernheit und einem perfekten Timing schafft Brooks ein Meisterwerk der Persiflage. Einfälle für die Ewigkeit machen „Spaceballs“ unvergesslich: der ewig schläfrige Prinz Valium, das Passwort 1-2-3-4-5 als kaum zu knackendes Master-Passwort für den Schutzschild Druidias oder die riesige „Weltraum-Putze“ haben ihre Spuren in der Filmgeschichte hinterlassen.

Heute wäre eine so freche und doch so respektvolle Persiflage auf „Star Wars“ und Co. nicht mehr denkbar. Zu viel Geld ist im Spiel, zu ernst nehmen Viele ihre Kultstars. Doch 1987 hatte Brooks noch freie Bahn. Heute sieht man den Film auch aus diesen Gründen mit anderen Augen. Doch es macht auch Spaß, die Anspielungen auf viele Werke der Filmgeschichte mitzuzählen. „Spaceballs“ parodiert rund 30 Filme in 90 Minuten, von „Alien“ bis zum „Phantom der Oper“.

Und die liebevolle deutsche Synchronisation gibt dem Film zusätzlichen Drive: Wolfgang Völz (Käpt’n Blaubär) als Skroop, Gerd Duwner (Ernie aus der Sesamstraße) als Druidias Präsident und Elke Heidenreich als Roboter Dotty Matrix machen die deutsche Fassung auch zum Hörerelebnis.

Für 2027 ist endlich eine Fortsetzung von „Spaceballs“ angekündigt“. Mel Brooks will hier als ausführender Produzent agieren. Er feiert dann seinen 101. Geburtstag. Möge der Saft mit ihm sein!

Spaceballsist am 16. Juni 2026 im Lichtwerk Bielefeld zu sehen. Er steht auch bei diversen Streaming-Diensten zum Abruf bereit.

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