Mobilfunklöcher melden

Funkmasten verbessern die Abdeckung in Lippe - hier der in 2024 in Betrieb genommene Mast in Währentrup. Foto: Kreis Lippe
Funkmasten verbessern die Abdeckung in Lippe – hier der in 2024 in Betrieb genommene Mast in Währentrup. Foto: Kreis Lippe

Vierte Mobilfunkmesswoche läuft

Kreis Lippe. Im Kreis unterwegs und kein Mobilfunknetz? Ab 24. Juni 2026 bis zum 1. Juli 2026 läuft die vierte Mobilfunkmesswoche. Während dieser Zeit können auch wieder in Lippe Funklöcher per App gemeldet werden. Je mehr Menschen mitmachen, desto präzisier wird das Bild der aktuellen Situation, schreibt der Kreis Lippe in einer Mitteilung.

„Die Bürger können aktiv mithelfen, die Mobilfunkversorgung weiter zu verbessern. Wir nutzen die gesammelten Daten für gezielte Maßnahmen vor Ort. So wurde Ende März ein neuer Funkmast in Detmold-Brokhausen in Betrieb genommen, weil dort eine Versorgungslücke dokumentiert wurde“, erklärt Frank Sprenger, Mobilfunkkoordinator des Kreises Lippe.

Mitmachen ist ganz einfach: Mobilfunk-Check-App kostenlos herunterladen, unterwegs starten und ganz normal das Handy nutzen. Ob auf dem Weg zur Arbeit, bei Fahrradtouren oder kurzen Spaziergänge: Im Hintergrund misst die App automatisch, wie gut das Mobilfunknetz funktioniert. Die Ergebnisse werden anonym gesammelt und in der Funkloch-Karte der Bundesnetzagentur veröffentlicht und im Nachgang der Mobilfunkmesswoche für Nordrhein-Westfalen (NRW) ausgewertet.

Der Kreis Lippe bietet auch unabhängig von den jährlichen Mobilfunkmesswochen einen besonderen Service an: Es gibt eine Bürger-Sprechstunde und einen Funklochmelder zum Mobilfunkausbau. Zu finden sind die Angebote auf der Internetseite des Kreises unter den Suchworten „Mobilfunkausbau – Funklöcher melden“ oder „Mobilfunkausbau – Sprechstunde“.

Hintergrund Mobilfunkmesswoche

Die Mobilfunkmesswoche NRW ist eine Initiative der Mobilfunkkoordinatorinnen und  -koordinatoren in den Kreisen und kreisfreien Städten. 2026 findet die Messwoche bereits zum zweiten Mal auch bundesweit und gleichzeitig in allen Bundesländern statt.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur unterstützt die Aktion erneut als Schirmfrau: „Wir brauchen gute Mobilfunknetze für unseren Alltag. NRW ist beim Mobilfunk weit gekommen – und die Menschen im Land haben dazu beigetragen.“

In den vergangenen drei Jahren haben mehr als 87.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen rund 53 Millionen Messpunkte geliefert. Die Ergebnisse helfen dabei, die Versorgungslage realistisch aus Nutzersicht abzubilden – und gezielt zu verbessern. Wichtig: Je kleiner die Versorgungslücken werden, umso mehr kommt es auf die präzisen lokalen Messungen der Bürger an.

Laut Bundesnetzagentur beträgt die 4G-Flächenversorgung durch mindestens einen Mobilfunknetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen 98,6 Prozent. 5G ist bereits in 96,8 Prozent der Fläche durch mindestens einen Netzbetreiber verfügbar. 10,7 Prozent der Landesfläche sind so genannte „graue Flecken“, also Flächen die von mindestens einem, aber nicht allen Netzbetreibern mit 4G oder 5G versorgt werden. 1,2 Prozent der Landesfläche sind als „weiße Flecken“ bislang weder mit 4G noch mit 5G versorgt. Die Basisdaten zur Mobilfunkversorgung auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen werden im Dashboard www.mobilfunk.nrw auf Basis der Daten des Mobilfunkmonitorings der Bundesnetzagentur halbjährlich aktualisiert.

Weitere Informationen zur Mobilfunkmesswoche und zur Funkloch-App sind auf www.kdi.nrw/mobilfunkmesswoche abrufbar. Informationen zur bundesweiten Mobilfunkmesswoche stehen unter www.check-dein-netz.de zur Verfügung.

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